Anwältin/Anwalt suchen!

Merkzettel

Es befinden sich noch keine Anwälte in Ihrer Merkliste.

Verträge

Wann ist ein mündlicher Vertrag gültig?

Mündlicher Vertrag: Wann eine mündliche Abmachung gilt

Wir ordern Essen im Restaurant und machen Bestel­lungen am Telefon: Mündliche Verträge kommen im Alltag sehr häufig vor. Auch Verträge, bei denen es um mehr als die Bestellung einer Pizza, werden vielfach in einem Gespräch geschlossen. Ein Beispiel sind Arbeits­verträge. Vielen ist dabei mulmig – schließlich hat man nichts „in der Hand“, worauf man sich im Zweifel berufen kann.

„Du kannst ab Oktober bei uns einziehen!“ Auf Basis einer solchen mündlichen Zusage, wie sie oft für Zimmer in Wohnge­mein­schaften gegeben wird, kündigen die künftigen Mitbewohner dann häufig ihre alten Wohnungen, lange bevor sie einen Mietvertrag in der Hand halten. Auch in anderen Bereichen werden auch dann mündliche Verträge geschlossen, wenn viel auf dem Spiel steht. Bewegen sich die Vertrags­partner damit auf dünnem Eis, oder sind auch mündliche Verträge bindend?

Mündliche Verträge in vielen Fällen möglich

Tatsächlich sind die meisten mündliche Verträge gültig. Dr. Jörn Zons, Rechts­anwalt für Vertragsrecht und Mitglied der Arbeits­ge­mein­schaft Interna­tionales Wirtschaftsrecht im Deutschen Anwalt­verein (DAV), erklärt: „In Deutschland besteht Vertrags­freiheit, das heißt bis auf wenige Ausnahmen man kann Verträge im Grunde schließen wie man möchte. Also beispielsweise mündlich beziehungsweise per Handschlag.“ Im Wirtschaftsleben würden Verträge aber meistens schriftlich geschlossen.

Abgesehen zum Beispiel von Grundstücks­käufen und erbrecht­lichen Verträgen können die meisten mündlichen Verträge also auch eingeklagt werden. „Dann ist allerdings wichtig, dass Zeugen den Abschluss des Vertrags bestätigen können“, informiert Rechts­anwalt Zons. Gleiches gelte für Verträge, die per Handschlag geschlossen werden.

Lesen Sie weiter

Datum
Autor
vhe
Bewertungen
183697 36
Themen
Arbeit­nehmer Geld Mietvertrag Vertrag

Zurück