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Wer den Kölner Dom anpinkelt, muss 200 Euro zahlen

Wer ein dringendes Bedürfnis verspürt, darf sich nicht überall erleichtern. Immer mehr Städte haben die Bußgelder für Wildpinkler drastisch erhöht. Spitzen­reiter ist Köln, wo das Urinieren gegen den Kölner Dom bis zu 200 Euro Strafe kosten kann.

„Rechtlich ist eine solche Strafe zulässig, da Wildpinkeln ein sogenanntes ‚ungehöriges Verhalten’ ist“, erklärt Swen Walen­towski von der Deutschen Anwaltaus­kunft. Selbst in Wald und im Park darf sich nicht jeder Bürger an einen Baum stellen und sich erleichtern. „Die Kommunen dürfen das Wildpinkeln verbieten, da man sich ja im öffent­lichen Raum aufhält“, erläutert Swen Walen­towski.

Und bei der Festlegung der Bußgelder sind die Kommunen frei. „Berlin ist mit 20 Euro noch sehr günstig für Wildpinkler, Köln dagegen sehr teuer“, weiß der Experte der Deutschen Anwaltaus­kunft. Und grundsätzlich sind Wildpinkler für die von ihnen verur­sachten Schäden auch haftbar zu machen. Der Kölner Dom aber verzichtet bislang auf Schaden­er­satz­klagen trotz erkenn­barer Spuren an Portalen und Mauerwerk.

Ausführlich dazu im Podcast der Deutschen Anwaltaus­kunft mit Rechts­anwalt Swen Walen­towski von der Deutschen Anwaltaus­kunft.

Rechtsgebiete
Straf- und Strafverfahrensrecht

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