<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" >

<channel>
	<title>Familie &#8211; Deutsche Anwaltauskunft</title>
	<atom:link href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten-kategorie/familie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://anwaltauskunft.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 01 Oct 2026 07:00:34 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.7</generator>

<image>
	<url>https://anwaltauskunft.de/wp-content/uploads/2026/03/cropped-DAV_Favicon_512x512px-32x32.png</url>
	<title>Familie &#8211; Deutsche Anwaltauskunft</title>
	<link>https://anwaltauskunft.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Muss Jugendamt sofort ausgefallene Termine organisieren?</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/jugendamt-ausgefallene-termine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://anwaltauskunft.de/?post_type=themenwelten&#038;p=3244</guid>

					<description><![CDATA[Was passiert, wenn Termine in der Jugendhilfeeinrichtung ausfallen? Viele Eltern wenden sich an das Jugendamt und fordern, dass es die Durchführung der Treffen erzwingt oder selbst organisiert. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mit dieser Frage befasste sich der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am 2. März 2026 (<a href="https://openjur.de/u/2545447.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AZ: 12 CE 25.2335</a>), wie das Rechtsportal anwaltauskunft.de berichtet. Das <a href="https://anwaltverein.de/newsroom/nr-10-25-adoptionseignung-gericht-kippt-ablehnung-durch-jugendamt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jugendamt</a> sei nicht verpflichtet, familiengerichtlich angeordnete begleitete Umgangstermine organisatorisch sicherzustellen oder das Kind zu den Terminen bereitzustellen, wenn es die Umgangsbegleitung durch einen Träger der freien Jugendhilfe bewilligt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verzögerungen beim begleiteten Umgang</h2>



<p>In einem aktuellen Fall vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof ging es um Eltern, deren Kinder in einer Einrichtung untergebracht waren. Das Familiengericht hatte für die Kinder begleiteten Umgang im Zwei-Wochen-Rhythmus angeordnet. Das Jugendamt fungierte als Ergänzungspfleger. Da die ursprüngliche Einrichtung die Termine wegen Personalmangels absagte, organisierte das Jugendamt einen externen Träger und sicherte die Finanzierung zu. Den Eltern dauerte dieser Wechsel zu lange. Sie wollten das Amt gerichtlich dazu verpflichten, die Termine organisatorisch abzusichern und das Kind pünktlich bereitzustellen.</p>



<p>Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies die Beschwerde der Eltern mit Beschluss vom 2. März 2026 zurück.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Anspruch gegen das Jugendamt hat Grenzen</h2>



<p>Nach Auffassung des Gerichts verpflichtet § 18 Abs. 3 SGB VIII das Jugendamt zwar dazu, Hilfe beim begleiteten Umgang zu gewähren. Daraus folgt jedoch kein Anspruch darauf, dass die Behörde die Durchführung der Umgangstermine organisatorisch sicherstellt. Hat das Jugendamt die Umgangsbegleitung durch einen mitwirkungsbereiten Träger der freien Jugendhilfe bewilligt und finanziert, liegt die konkrete Organisation der Termine bei diesem Träger. Der gesetzliche Anspruch gegen das Jugendamt umfasst nach der Entscheidung weder die organisatorische Sicherstellung der Umgangstermine noch die Bereitstellung des Kindes.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum die Beschwerde erfolglos blieb</h2>



<p>Der Verwaltungsgerichtshof stellte außerdem fest, dass die begleiteten Umgänge inzwischen über den neuen Träger stattfanden. Einen Anspruch auf die begehrte einstweilige Anordnung sah das Gericht deshalb ebenfalls nicht. Die Eltern konnten aus § 18 Abs. 3 SGB VIII keine weitergehende Verpflichtung des Jugendamts herleiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rechtliche Möglichkeiten der Eltern</h2>



<p>Für Eltern bedeutet dies in der Praxis, dass das Jugendamt nicht für jedes organisatorische Hindernis eines beauftragten Trägers im Rahmen der Jugendhilfe direkt haftbar gemacht werden kann. Wenn ein Träger seine Aufgaben nicht erfüllt, muss das Amt zwar reagieren – etwa durch den Wechsel zu einem anderen Dienstleister –, es muss aber nicht selbst als Organisator einspringen. Wie das Rechtsportal anwaltauskunft.de erläutert, können familiengerichtliche Beschlüsse zudem oft nur gegen die Beteiligten vollstreckt werden, die im Beschluss direkt als Verpflichtete genannt sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Checkliste: Was Eltern bei ausgefallenen Umgangsterminen tun können</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="877" height="429" src="https://anwaltauskunft.de/wp-content/uploads/2026/08/Checkliste_Canva_Ralf-Geithe.png" alt="" class="wp-image-2971" style="aspect-ratio:2.044290233697316;width:363px;height:auto" srcset="https://anwaltauskunft.de/wp-content/uploads/2026/08/Checkliste_Canva_Ralf-Geithe.png 877w, https://anwaltauskunft.de/wp-content/uploads/2026/08/Checkliste_Canva_Ralf-Geithe-300x147.png 300w, https://anwaltauskunft.de/wp-content/uploads/2026/08/Checkliste_Canva_Ralf-Geithe-768x376.png 768w" sizes="(max-width: 877px) 100vw, 877px" /></figure>
</div>


<ul class="wp-block-list">
<li>Beim Jugendamt und dem beauftragten Träger nach den Gründen für den Ausfall fragen.</li>



<li>Klären, ob zeitnah ein anderer Träger die Umgangsbegleitung übernehmen kann.</li>



<li>Ausgefallene Termine und die jeweiligen Gründe dokumentieren.</li>



<li>Rechtlich prüfen lassen, welche Möglichkeiten sich aus der familiengerichtlichen Umgangsregelung ergeben.</li>



<li>Im Zweifel eine Anwältin / einen Anwalt aus dem Sozialrecht aufsuchen.</li>
</ul>



<p>Quelle: <a href="http://www.anwaltauskunft.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.anwaltauskunft.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wechselmodell beendet: Kinderwunsch ist wichtig!</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/wechselmodell-kinderwunsch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://anwaltauskunft.de/?post_type=themenwelten&#038;p=3115</guid>

					<description><![CDATA[Im Umgangsrecht spricht für das Wechselmodell grundsätzlich die Kontinuität in der Beziehung zu beiden Eltern. Was passiert, wenn die Kinder älter werden und das Wechselmodell als belastend empfinden?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Eltern waren nicht verheiratet und hatten sich kurz nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes getrennt. Beide übten weiterhin gemeinsam die Sorge für das Kind – im Wechselmodell – aus, das inzwischen zehn Jahre alt ist. Über Jahre hinweg wechselte der Junge etwa <a href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/kindesunterhalt-reduzieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hälftig zwischen den Haushalten</a> von Vater und Mutter.</p>



<p>Der Vater lebt und arbeitet in einer anderen Stadt, seine Tätigkeit bringt gelegentliche Einsätze an Wochenenden mit sich. Die Mutter arbeitet überwiegend von zu Hause aus und lebt mit ihrem Verlobten zusammen; die Hochzeit ist für den Sommer geplant. Der Junge besucht inzwischen eine weiterführende Schule am Wohnort der Mutter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beendigung des Wechselmodells auch auf Wunsch des Kinds</h2>



<p>Im vergangenen Jahr wandte sich die Mutter an das zuständige Amtsgericht und schilderte, die Situation belaste sie und das Kind zunehmend, unter anderem bei der Aufteilung von Feiertagen und den Sommerferien. Der Vater beklagte seinerseits eine schwierige Kommunikation zwischen den Eltern. Das Gericht hörte daraufhin den Jungen persönlich an. Dabei wurde deutlich, dass er sich mittlerweile wünscht, mehr Zeit bei der Mutter zu verbringen.</p>



<p>Das Amtsgericht entschied deshalb, dass der Junge künftig überwiegend bei der Mutter wohnt. Im 14-tägigen Rhythmus verbringt er fünf Tage beim Vater und neun Tage bei der Mutter.  Der Vater legte gegen diese Entscheidung Beschwerde ein. Er wollte, dass es beim bisherigen, etwa gleichmäßig aufgeteilten <a href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/keine-neue-umgangsregelung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Betreuungsmodell</a> bleibt, notfalls in abgewandelter Form.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Keine 50/50-Betreuung durch die Eltern mehr: Gericht beendet Wechselmodell</h2>



<p>Das Oberlandesgericht Frankfurt a. M. wies am 31. März 2026 (<a href="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/LARE260000540" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AZ: 6 UF 23/26</a>) die Beschwerde zurück. Beide Eltern seien gleichermaßen fähig, sich gut um das Kind zu kümmern – daran ändere die Entscheidung nichts. Entscheidend sei, was dem Wohl des Kinds am besten diene. Zwar spreche ein <a href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/unterhalt-im-wechselmodell/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wechselmodell</a> grundsätzlich für Kontinuität in der Beziehung zu beiden Elternteilen. Diese Kontinuität sei aber kein Wert an sich, sondern solle vor allem für stabile Lebensverhältnisse sorgen. </p>



<p>Da der Junge inzwischen an seinem neuen Wohnort zur Schule gehe, dort soziale Kontakte geknüpft habe und sich reif sowie klar in seinem Wunsch geäußert habe, überwiegend bei der Mutter zu leben, dürfe das Gericht diesem Wunsch besonderes Gewicht beimessen. Zudem sei es eine bekannte Erfahrung, dass ältere Kinder ein Wechselmodell, das sie als jüngere Kinder noch schätzten, mit der Zeit als belastend empfänden und sich häufiger einen festen Lebensmittelpunkt wünschten.</p>



<p>Auch die berufliche Situation des Vaters sei ausreichend berücksichtigt worden: Da er das Kind ohnehin nur an jedem zweiten Wochenende betreue, sei seiner Arbeitsbelastung an Wochenenden bereits Rechnung getragen. </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schenkung der Schwiegereltern: Gericht verpflichtet Ex-Schwiegersohn zu Ausgleichszahlung</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/schenkung-schwiegereltern-scheidung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 13:07:18 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://anwaltauskunft.de/?post_type=themenwelten&#038;p=3217</guid>

					<description><![CDATA[Was passiert mit Schenkungen, wenn die Ehe scheitert? Ein Fall aus Rostock zeigt, was mit einem Grundstück nach der Trennung passiert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Ehepaar wollte seiner Tochter und ihrem Mann den Start in die eigene Immobilie erleichtern. Es schenkte dem jungen Paar ein noch unbebautes Grundstück, das beiden gemeinsam gehören sollte.</p>



<p>Die Vorstellung der Schwiegereltern: Auf dem Grundstück sollte ein Zuhause entstehen, in dem ihre Tochter, deren Ehemann und die gemeinsamen Kinder über viele Jahre hinweg leben würden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Muss Schenkung der Schwiegereltern nach Trennung zurückgegeben werden?</h2>



<p>Nach einigen Jahren <a href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/trennung-trennungsjahr-welche-regeln-gelten/" target="_blank" data-type="link" data-id="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/trennung-trennungsjahr-welche-regeln-gelten/" rel="noreferrer noopener">zog der Ehemann aus</a>, ein Jahr später wurde die <a href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/unterhalt-nach-scheidung-was-gilt-rechtlich/" target="_blank" data-type="link" data-id="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/unterhalt-nach-scheidung-was-gilt-rechtlich/" rel="noreferrer noopener">Scheidung</a> eingereicht. Mit dem Scheitern der Ehe war auch die Grundlage entfallen, auf der das Geschenk der Schwiegereltern beruht hatte. Sie verlangten deshalb von ihrem ehemaligen Schwiegersohn einen finanziellen Ausgleich für seinen Grundstücksanteil. Dieser wehrte sich: Er habe seinen Anteil inzwischen ohnehin an seine Ex-Frau übertragen und besitze daher gar nichts mehr, wofür er entschädigen könnte.</p>



<p>Das Oberlandesgericht Rostock gab den Schwiegereltern am 09. Februar 2026 im Wesentlichen recht (<a href="https://www.landesrecht-mv.de/bsmv/document/NJRE001637494" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AZ: 10 UF 102/24</a>). Es sprach ihnen jedoch nicht die volle geforderte Summe zu, sondern einen anteiligen Ausgleichsbetrag.</p>



<p>Die Richter stellten zunächst klar, dass es für den Anspruch nicht auf einen förmlichen Rücktritt vom Schenkungsvertrag ankomme. Die Schwiegereltern hätten nie erklärt, vom Vertrag zurücktreten zu wollen. Aus diesem Grund könne sich der Anspruch nur aus dem allgemeinen Grundsatz ergeben, dass ein Vertrag angepasst werden könne, wenn sich die Umstände, die beide Seiten bei Vertragsschluss vor Augen gehabt hätten, später grundlegend änderten. Genau das sei hier der Fall: Die Erwartung einer dauerhaften gemeinsamen Nutzung des Grundstücks durch die Familie sei mit dem Scheitern der Ehe hinfällig geworden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Scheidung: Finanzieller Ausgleich für Schenkung an den Schwiegersohn</h2>



<p>Dass der Schwiegersohn seinen Grundstücksanteil zwischenzeitlich an seine frühere Frau übertragen hatte, entließ ihn jedoch nicht aus der Verantwortung. Zwar könne sich ein Schwiegerkind grundsätzlich dadurch entlasten, dass es den erhaltenen Vermögensvorteil vollständig und ohne eigenen Nutzen weitergebe.</p>



<p>Im vorliegenden Fall war die Übertragung jedoch keineswegs unentgeltlich erfolgt: Im Gegenzug hatte sich die Tochter verpflichtet, ihren Ex-Mann von erheblichen Schulden freizustellen. Da dieser wirtschaftliche Vorteil den Wert des ursprünglich geschenkten Anteils überstieg, blieb der Mann in entsprechender Höhe weiterhin bereichert – und damit ausgleichspflichtig.</p>



<p>Bei der Berechnung des Ausgleichsbetrags ließ sich das Gericht von der Überlegung leiten, für welchen Zeitraum sich die Schwiegereltern die gemeinsame Nutzung des Hauses realistischerweise vorgestellt hatten. Die Richter legten dabei den Zeitraum von der Schenkung – dem Beginn der „Sesshaftigkeit“ der jungen Familie – bis zu einem üblichen Renteneintrittsalter zugrunde. Gemessen an dieser langen Zeitspanne habe die Familie das Haus nur vergleichsweise kurz gemeinsam bewohnt. Der weit überwiegende Teil des mit der Schenkung verfolgten Zwecks sei damit nicht erreicht worden, weshalb der überwiegende Teil des Grundstückswerts zurückzuzahlen sei.</p>



<p><em>Benötigen Sie rechtlichen Rat oder anwaltliche Vertretung? In unserer </em><a href="https://anwaltauskunft.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anwaltssuche</a><em> finden Sie die passende Expertin oder den passenden Experten in Ihrer Nähe!</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Keine neue Umgangsregelung, ohne neue Gründe</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/keine-neue-umgangsregelung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://anwaltauskunft.de/?post_type=themenwelten&#038;p=2592</guid>

					<description><![CDATA[Bei getrenntlebenden Eltern bergen die Umgangsregelungen für die gemeinsamen Kinder häufig Konfliktpotential. Ist eine Regelung festgelegt, kann diese nicht nach einem Jahr wieder geändert werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Eltern stritten seit langem um den Umgang mit ihrem gemeinsamen Sohn. Sie lebten getrennt, aber weiterhin unter einem Dach in der Wohnung, die dem Vater gehört. Rund ein Jahr zuvor hatte ein Gericht festgelegt, dass der Vater sein Kind mittwochvormittags und sonntags sehen darf. Diese Regelung wurde später von einer höheren Instanz bestätigt. Diese hatte zugleich ein sehr angespanntes Verhältnis zwischen den Eltern feststellte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Änderung der Umgangsregelung nach einem Jahr?</h2>



<p>Nun wollte der Vater die Regelung ändern lassen. Er argumentierte, das Kind sei inzwischen älter und reifer, besuche mittlerweile werktäglich auf seine Veranlassung eine Kindertagesstätte. Die Mutter verweigere ihm den für den Mittwoch am Vormittag geregelten Umgang, da das Kind zu dieser Zeit in die Kita müsse. Eine Verlegung der Umgangszeit auf den Nachmittag habe sie abgelehnt, wie sie ihn auch sonst zunehmend aus dem Alltag des Kindes ausgrenze, etwa indem sie Türen verschließe. Er wünschte sich, künftig deutlich mehr Zeit mit dem Kind zu verbringen, im besten Fall im Wechsel mit der Mutter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Gründe für Änderung der Umgangsregelung</h2>



<p>Das Oberlandesgericht Stuttgart lehnte es am 21. Januar 2026 (<a href="https://www.landesrecht-bw.de/bsbw/document/NJRE001635279" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AZ: 15 UF 230/25</a>) jedoch ab, überhaupt ein neues Verfahren zur Änderung der bestehenden Regelung einzuleiten. Die Begründung: Wer eine bereits gerichtlich festgelegte Umgangsregelung ändern lassen möchte, muss stichhaltige neue Gründe vorbringen, die das Wohl des Kinds deutlich betreffen. Das bloße Älterwerden des Kindes reiche dafür nicht aus – zumal es sich weiterhin um ein sehr junges Kind von zweieinhalb Jahren handle. Auch das geschilderte Verhalten der Mutter außerhalb der festgelegten Umgangszeiten falle in ihren eigenen Entscheidungsbereich und könne nicht über eine neue Umgangsregelung korrigiert werden.</p>



<p>Den gewünschten Wechsel im <a href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/kindesunterhalt-reduzieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Betreuungsmodell</a> hielt das Gericht angesichts des nach wie vor sehr konflikthaften Verhältnisses der Eltern für unrealistisch, da ein solches Modell eine enge Abstimmung voraussetze, die hier gerade fehle. Auch die Schwierigkeiten rund um den Kita-Besuch seien kein Grund für eine neue Regelung, sondern allenfalls ein Problem der praktischen Umsetzung der bestehenden Vereinbarung. Der Vater habe sich zudem selbst bewusst für den Kita-Besuch entschieden. Den zeitlichen Konflikt zwischen der Kindertagesstätte und seinem Umgangsrecht habe er somit bewusst in Kauf genommen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erfolgreiche Namensänderung: Gericht stärkt Selbstbestimmung</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/erfolgreiche-namensaenderung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://anwaltauskunft.de/?post_type=themenwelten&#038;p=2580</guid>

					<description><![CDATA[Erwachsene können unabhängig von einer Heirat unter bestimmten Voraussetzungen ihren Familiennamen ändern.  Das Amtsgericht Bonn stärkte jetzt mit einer Entscheidung die Selbstbestimmung Namensfragen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eine Frau wandte sich an das zuständige Standesamt mit dem Wunsch, ihren Geburtsnamen nachträglich ändern zu lassen. Hintergrund war die besondere Familiensituation: Bei ihrer Geburt waren ihre <a href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/elternrecht-mitsprache/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eltern</a> noch gesetzlich verpflichtet, einen gemeinsamen Ehenamen zu bestimmen. Diese Regelung wurde später als problematisch angesehen und geändert. In der Folge legte die Mutter den damaligen Ehenamen wieder ab und nahm ihren ursprünglichen Familiennamen erneut an. Die Tochter, inzwischen volljährig, wollte sich dieser Entwicklung anschließen und ebenfalls den ursprünglichen Namen der Mutter tragen.</p>



<p>Das Standesamt hatte Zweifel, ob eine solche Namensänderung rechtlich zulässig ist, und legte den Fall dem Gericht vor. Dabei ging es vor allem um die Frage, ob ein erwachsenes Kind seinen Namen noch ändern darf, wenn die Eltern eine frühere Möglichkeit dazu nicht genutzt haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Namensänderung: Mehr Freiheit bei der Wahl des Namens</h2>



<p>Das Amtsgericht Bonn am 01. Oktober 2025 (<a href="https://www.famrz.de/entscheidungen/namensneubestimmung-durch-vollj%C3%A4hrigen.html" target="_blank" data-type="link" data-id="https://www.famrz.de/entscheidungen/namensneubestimmung-durch-vollj%C3%A4hrigen.html" rel="noreferrer noopener">AZ: 4403 III 2/25</a>) entschied zugunsten der Frau. Es wies das Standesamt an, den gewünschten Geburtsnamen in das Register einzutragen. Maßgeblich war für die Richter, dass die ursprüngliche Namensfestlegung der Eltern auf einer rechtlichen Grundlage beruhte, die später geändert wurde. Zudem habe die Mutter ihren früheren Namen wieder angenommen, sodass innerhalb der Familie inzwischen unterschiedliche Nachnamen geführt werden.</p>



<p>Unter diesen Umständen wäre es nach Ansicht des Gerichts unfair, die erwachsene Tochter dauerhaft an die frühere Entscheidung zu binden. Entscheidend sei außerdem, dass es sich bei der Möglichkeit zur Namensänderung um ein eigenes Recht des volljährigen Kindes handelt. Dieses Recht könne unabhängig davon ausgeübt werden, ob die Eltern früher tätig geworden seien oder nicht. Alle formalen Voraussetzungen für die Namensänderung, etwa die Zustimmung der Mutter, lagen vor.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Klares Urteil: Samenspende – keine Infos zu Halbgeschwistern</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/samenspende-halbgeschwister/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://anwaltauskunft.de/?post_type=themenwelten&#038;p=2449</guid>

					<description><![CDATA[Menschen, die durch eine heterologe Insemination (Fremdsamenspende) gezeugt wurden, haben häufig den Wunsch, mehr über ihre Herkunft zu erfahren. Dazu gehört auch die Frage nach Halbgeschwistern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eine Frau, die durch eine Fremdsamenspende gezeugt wurde, wollte Auskunft über die Nutzung des Samens ihres biologischen Vaters. Konkret wollte sie wissen, wie oft der Samen verwendet wurde, wie viele Kinder daraus entstanden sind und wie viele geplant waren.</p>



<p>Vor Gericht – Oberlandesgericht Frankfurt am Main am 1. April 2026 (<a href="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/LARE260000507" target="_blank" data-type="link" data-id="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/LARE260000507" rel="noreferrer noopener">AZ: 17 U 60/24</a>) – hatte sie keinen Erfolg. Grundsätzlich, so die Richter, hätten Menschen in ihrer Situation ein Recht darauf zu erfahren, von wem sie abstammten. Dieser Anspruch ergebe sich aus dem <a href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/ki-chatbots-persoenlichkeitsrecht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Persönlichkeitsrecht </a>und diene dazu, Informationen zu erhalten, die wesentlich seien für die freie Entfaltung der Persönlichkeit. Dazu zähle das Recht auf Kenntnis der eigenen Herkunft. Die Frau habe diese Information bereits erhalten: Sie kenne die Identität ihres biologischen Vaters. Ob darüber hinaus auch weitere Details verlangt werden können, hänge immer vom Einzelfall ab. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Samenspende: Recht auf Information über Herkunft hat Grenzen</h2>



<p>In diesem Fall sahen die Richter jedoch kein ausreichend starkes Interesse, das die zusätzlichen Auskünfte gerechtfertigt hätte. Die Frau argumentierte, sie wolle wissen, wie viele Halbgeschwister sie habe, um möglicherweise Kontakt zu ihnen aufzunehmen und Unsicherheiten im Alltag zu vermeiden. Doch genau dafür, so das Gericht, seien die gewünschten Zahlen ungeeignet. Selbst wenn sie wüsste, wie oft der Samen verwendet wurde, könnte sie daraus weder konkrete Personen identifizieren noch Kontakt aufnehmen. Dafür wären Namen nötig – Informationen, die sie bewusst nicht verlangt hatte und im Hinblick auf die schutzwürdigen Rechte der Halbgeschwister auch kaum verlangen könnte.</p>



<p>Auch für die persönliche Entwicklung der Frau seien die zusätzlichen Angaben nicht entscheidend. Sie wisse bereits, unter welchen Umständen sie gezeugt wurde, und dass gemäß ihrer Recherchen 33 Kinder auf diesem Weg gezeugt worden seien. Diese Kenntnisse reichten aus, um ihre Herkunft einzuordnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fremdsamenspende: Suche nach Halbgeschwistern stößt an Grenzen</h2>



<p>Hinzu kam ein praktisches Problem: Selbst der beklagte Arzt könne keine verlässlichen Zahlen liefern. Ein Teil der Unterlagen sei nach Ablauf der Aufbewahrungsfristen vernichtet worden, und er sei nicht über jede Geburt informiert gewesen. Die Auskunft wäre also unvollständig und würde teilweise auf Schätzungen basieren. Genau das würde der Frau aber nicht helfen, ihre Suche nach Halbgeschwistern abzuschließen. Denn selbst mit Zahlen bliebe unklar, ob sich alle Betroffenen überhaupt registriert hätten oder ihre Herkunft kennen würden.</p>



<p>Auch gesundheitliche Gründe überzeugten das Gericht nicht. Die Frau hatte auf eine mögliche genetische Veranlagung für eine Erkrankung verwiesen. Diese sei jedoch weder selten noch besonders schwerwiegend, sodass daraus kein zusätzlicher Anspruch abgeleitet werden könne.</p>



<p>Schließlich stellte das Gericht klar, dass auch die gesetzlichen Regelungen zu Samenspenden keinen Anspruch auf solche Detailinformationen vorsähen. Damit blieb es bei der Entscheidung: Ein Recht auf weitergehende Auskünfte besteht in diesem Fall nicht.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hinterbliebenengeld: Geld nach dem Tod der Großeltern?</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/hinterbliebenengeld-grosseltern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://anwaltauskunft.de/?post_type=themenwelten&#038;p=2538</guid>

					<description><![CDATA[Stirbt ein Mensch bei einem Verkehrsunfall, haben nahe Angehörige wie Ehegatten, Lebenspartner, Eltern oder Kinder einen gesetzlichen Anspruch auf ein angemessenes Hinterbliebenengeld.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein Anspruch kommt für sie nur in seltenen Ausnahmefällen in Betracht, wenn eine gesteigerte, über das übliche Maß einer guten Großeltern-Enkel-Beziehung hinausgehende Nähe nachgewiesen wird. Wie die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt, hat das Oberlandesgericht Schleswig dies mit Beschluss vom 10. Februar 2026 (<a href="https://www.burhoff.de/asp_weitere_beschluesse/inhalte/9906.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AZ: 7 U 81/25</a>) klargestellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Enkel verlangte Hinterbliebenengeld nach tödlichem Verkehrsunfall</h2>



<p>Der Kläger hatte bei einem Verkehrsunfall beide Großeltern verloren. Für den Tod jedes Großelternteils verlangte er ein Hinterbliebenengeld von jeweils 5.000 Euro. Zur Begründung schilderte er eine besonders enge Beziehung zu seinen Großeltern. Diese habe bereits in seiner Kindheit bestanden und bis zu deren Tod angehalten. Das Verhältnis sei enger gewesen als zu seinen Eltern. Auch Jahre nach dem Unfall denke er regelmäßig an seine Großeltern und besuche deren Grab. Sowohl das Landgericht als auch das Oberlandesgericht sahen darin jedoch keinen ausreichenden Grund für einen Anspruch auf Hinterbliebenengeld.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Enkel nicht automatisch anspruchsberechtigt sind</h2>



<p>Das Gesetz geht bei bestimmten nahen Angehörigen davon aus, dass zwischen ihnen und dem Verstorbenen regelmäßig eine besonders enge persönliche Beziehung besteht. Zu diesem besonders geschützten Personenkreis zählen insbesondere Ehegatten, Lebenspartner, Eltern und Kinder.</p>



<p>Enkelkinder gehören dagegen nicht automatisch dazu. Sie müssen deshalb im Streitfall nachweisen, dass ihre Beziehung zum Verstorbenen außergewöhnlich eng war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Normale enge Familienbeziehung reicht nicht aus</h2>



<p>Das Oberlandesgericht Schleswig stellte klar, dass eine gute und intensive Beziehung zwischen Großeltern und Enkeln häufig vorkommt und für sich genommen noch keinen Anspruch begründet.</p>



<p>Nach den Feststellungen des Gerichts bestanden regelmäßige Kontakte und eine emotionale Verbundenheit. Die Großeltern unterstützten den Kläger und spielten in seinem Leben eine wichtige Rolle.</p>



<p>Dies entsprach nach Auffassung der Richter jedoch dem Bild einer typischerweise engen Großeltern-Enkel-Beziehung. Erforderlich sei eine darüber hinausgehende besondere Nähe, die deutlich über das gewöhnliche Maß hinausreiche. Eine solche außergewöhnliche Verbundenheit konnte das Gericht nicht feststellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Ausweg über den Schockschaden</h2>



<p>Für die verkehrsrechtliche Praxis enthält das Urteil einen wichtigen Wink für Betroffene und deren Rechtsbeistände. Scheitert der Anspruch auf das Hinterbliebenengeld an den strengen Anforderungen der familiären Nähe, kann im Einzelfall ein klassischer Anspruch auf <a href="https://anwaltauskunft.de/alkoholfahrt-kein-schmerzensgeld" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schmerzensgeld</a> wegen eines sogenannten Schockschadens geprüft werden. Wenn ein entfernter Angehöriger durch die Todesnachricht nachweislich eine tiefgehende psychische Erkrankung mit Krankheitswert erleidet – wie schwere Depressionen oder Traumata –, steht ihm ein eigenes Schmerzensgeld zu.</p>



<p>In solchen Fällen ist der Nachweis der Erkrankung durch medizinische und ärztliche Gutachten oft erfolgversprechender, als langwierig um die emotionale Intensität einer Verwandtschaftsbeziehung zu streiten, so die DAV-Verkehrsrechtsanwälte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wichtige Voraussetzungen für Ansprüche entfernterer Angehöriger</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Bei Enkeln, Geschwistern oder Lebensgefährten vermutet das Gesetz kein automatisches Näheverhältnis zum Getöteten.</li>



<li>Die Betroffenen müssen eine außergewöhnliche, über das normale Familienleben hinausgehende Intensität der Beziehung lückenlos darlegen und beweisen.</li>



<li>Indizien für eine solche gesteigerte Nähe können ein gemeinsamer Haushalt, eine wirtschaftliche Abhängigkeit oder eine intensive Pflegebeziehung sein.</li>



<li>Liegt eine medizinisch nachweisbare psychische Erkrankung infolge des Unfalltodes vor, sollte primär ein Anspruch auf Schmerzensgeld wegen eines Schockschadens verfolgt werden.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Je entfernter die Verwandtschaft, desto höher die Anforderungen</h2>



<p>Die Richter betonten zudem einen wichtigen Grundsatz: Je weiter der Verwandtschaftsgrad vom Verstorbenen entfernt sei, desto umfangreicher müsse eine besondere Nähe dargelegt werden.</p>



<p>Bei Enkelkindern komme ein Anspruch deshalb nur in Ausnahmefällen in Betracht. Denkbar seien etwa Konstellationen, in denen Großeltern über längere Zeit faktisch Elternfunktionen übernommen hätten oder eine außergewöhnliche Lebensgemeinschaft bestanden habe.</p>



<p>Quelle: <a href="http://www.verkehrsrecht.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.verkehrsrecht.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kindesunterhalt – verbesserte Betreuung reduziert Unterhalt</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/kindesunterhalt-reduzieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://anwaltauskunft.de/?post_type=themenwelten&#038;p=2374</guid>

					<description><![CDATA[Ein unterhaltspflichtiger Elternteil, der sich in erheblichem Umfang selbst um seine Kinder kümmert, kann dadurch seine Unterhaltszahlungen reduzieren: Er übernimmt bereits einen Teil der Kosten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nach der Trennung der Eltern lebten die drei gemeinsamen Kinder überwiegend bei der Mutter. Der Vater betreute die Kinder jede zweite Woche mehrere Tage am Stück sowie die Hälfte der Ferien. Vor Gericht stritten die Eltern darüber, wie viel Unterhalt der Vater zahlen muss. Während er bislang den Mindestbetrag zahlte, verpflichtete ihn das Amtsgericht rückwirkend zu höheren Zahlungen. Dagegen wehrte sich der Vater.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Höhe des Kindesunterhalts: Mitbetreuung spielt zentrale Rolle</h2>



<p>Mit Erfolg. Er musste für die drei Kinder weiterhin nur den Mindestunterhalt zahlen. (<a href="https://voris.wolterskluwer-online.de/browse/document/062887e6-78e7-4db3-97c5-5576bb2b1fc5" target="_blank" rel="noreferrer noopener">OLG Braunschweig am 04. April 2025 (AZ: 1 UF 136/24</a>)</p>



<p>Grundsätzlich richtet sich die Höhe des <a href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/unterhalt-im-wechselmodell/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unterhalts</a> nach dem Einkommen des zahlenden Elternteils. Gleichzeitig spielt aber auch eine Rolle, wie viel Zeit dieser Elternteil tatsächlich mit den Kindern verbringt. Hier kam das Gericht zu dem Ergebnis, dass die umfangreiche Mitbetreuung des Vaters deutlich entlastend wirkt. Er betreue die Kinder mehr als ein Drittel der Zeit. In dieser Zeit trage er viele Kosten selbst – etwa für Essen, Freizeit oder Fahrten. Diese Ausgaben minderten den finanziellen Bedarf, den die Mutter allein decken müsse.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kindesunterhalt: Ein Drittel der Betreuung deckt 15 Prozent der laufenden Kosten</h2>



<p>Um diesen Effekt zu bewerten, griff das Gericht auf eine pauschale Berechnung zurück: Wenn ein Elternteil rund ein Drittel der Betreuung übernimmt, deckt er damit etwa 15 Prozent der laufenden Kosten des Kindes selbst ab. Diese 15 Prozent wirken sich direkt auf die Höhe des zu zahlenden Unterhalts aus. Denn die üblichen Tabellen, an denen sich Gerichte orientieren, steigen stufenweise an. Ein Unterschied von 15 Prozent entspricht dabei drei solcher Stufen. Deshalb hielt das Gericht eine deutliche Herabsetzung für gerechtfertigt.</p>



<p>Zusätzlich berücksichtigte das Gericht, dass der Vater für gleich drei Kinder unterhaltspflichtig ist. Auch das spricht dafür, ihn niedriger einzuordnen. Insgesamt kam das Gericht so zu dem Ergebnis, dass der Mindestunterhalt im konkreten Fall ausreichend ist.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unterhalt im Wechselmodell direkt einklagbar</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/unterhalt-im-wechselmodell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://anwaltauskunft.de/?post_type=themenwelten&#038;p=2303</guid>

					<description><![CDATA[Ein alleinerziehender Elternteil kann Anspruch auf Unterhaltsvorschuss haben. Dieser Anspruch entfällt im Falle einer Heirat.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein getrenntlebendes Ehepaar stritt vor Gericht darüber, wer den Kindesunterhalt für die beiden gemeinsamen Kinder geltend machen darf. Sie übten das Sorgerecht gemeinsam aus und betreuten die Kinder im paritätischen Wechselmodell.</p>



<p>Der Vater beantragte, ihm im Wege einer einstweiligen Anordnung allein das Recht zu übertragen, den <a href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/nachehelicher-unterhalt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unterhalt </a>einzufordern und die Kinder in dieser Frage zu vertreten. Er argumentierte, die Mutter sei aufgrund ihres höheren Einkommens barunterhaltspflichtig. Da die Kinder im Wechselmodell lebten, greife die übliche Regelung zur Vertretung durch den betreuenden Elternteil nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Urteil zum Unterhalt im Wechselmodell</h2>



<p>Das Amtsgericht wies den Antrag zurück: Der Vater könne den Unterhaltsanspruch auch ohne zusätzliche Entscheidungsbefugnisse geltend machen. Auch seine Beschwerde blieb erfolglos. Das Gericht stellte klar, dass der Vater die Mutter grundsätzlich direkt auf Kindesunterhalt in Anspruch nehmen könne (<a href="https://www.juris.de/static/infodienst/autoren/D_NJRE001609324.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Entscheidung vom 11. März 2025, AZ: 23 UF 833/24</a>).</p>



<p>Dabei verwies das Gericht auf eine neuere Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, wonach gemeinsam sorgeberechtigte, nicht verheiratete Eltern ihr Kind im Unterhaltsverfahren grundsätzlich selbst vertreten können. Ob dies auch für verheiratete Eltern gilt, sei umstritten. Einige Gerichte bejahten jedoch eine entsprechende Anwendung, so etwa das Oberlandesgericht Karlsruhe.</p>



<p>Dieses hatte 2024 entschieden, dass Unterhaltsansprüche im Wechselmodell auch zwischen verheirateten Eltern direkt geltend gemacht werden können, ohne vorherige gerichtliche Klärung der Vertretung. Eine unterschiedliche Behandlung sei nicht gerechtfertigt.</p>



<p>Dem schlossen sich die Richter im vorliegenden Fall an: Bei annähernd gleich geteilter Betreuung gebe es keine klare Zuordnung zu einem Elternteil. Eine zusätzliche gerichtliche Entscheidung sei daher entbehrlich und würde das Verfahren nur verlängern.</p>



<p>Ergebnis: Auch im Wechselmodell kann ein Elternteil den Kindesunterhalt ohne gesonderte Sorgerechtsentscheidung direkt einklagen. </p>



<p>Information: <a href="http://www.dav-familienrecht.de" target="_blank" rel="noopener">www.dav-familienrecht.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Elternrecht trotz räumlicher Distanz: Gericht stärkt Mitsprache</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/elternrecht-mitsprache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://staging.anwaltauskunft.de/themenwelten/elternrecht-trotz-raeumlicher-distanz-gericht-staerkt-mitsprache/</guid>

					<description><![CDATA[Große Entfernungen sind heute kein automatischer Grund, Elternrechte auszusetzen. Dank E-Mail, Telefon und Videoanrufen bleibt eine Beteiligung an wichtigen Fragen grundsätzlich möglich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Ehepaar lebte seit 2024 getrennt. Die Mutter betreut das gemeinsame, 2022 geborene Kind in Deutschland, der Vater kehrte nach der Trennung in die USA zurück. Im Alltag führte das zu Spannungen: Für wichtige Formalitäten – etwa die Anmeldung im Kindergarten, einen neuen Pass oder die Ummeldung – benötigte die Mutter die Zustimmung des Vaters. Diese erhielt sie nach eigener Darstellung oft erst nach langem Nachhaken.</p>



<p>Der Kontakt zwischen Vater und Kind beschränkte sich auf gelegentliche Videoanrufe. Die Mutter hielt diese wegen des jungen Alters des Kinds und sprachlicher Hürden für wenig geeignet. Zudem warf sie dem Vater vor, sie während solcher Gespräche zu beleidigen. Aus Sorge, künftig wichtige Entscheidungen nicht rechtzeitig treffen zu können, wollte sie bei Gericht erreichen, dass der Vater vorübergehend keine Mitsprache mehr haben soll und beantragte hierfür Verfahrenskostenhilfe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vater lebt in den USA: Kein Ruhen der elterlichen Sorge</h2>



<p>Das Gericht lehnte den Antrag ab. Der Vater sei trotz seines Aufenthalts im Ausland erreichbar und grundsätzlich in der Lage, an Entscheidungen mitzuwirken. Er verfüge über eine feste Adresse in den USA, über die ihn Post erreiche. Außerdem reagiere er auf E-Mails und habe sich direkt beim Gericht gemeldet. Nach Ansicht der Richter zeigt dies, dass Kommunikation möglich ist – selbst, wenn sie mühsam verläuft.</p>



<p>Allein die Tatsache, dass der Vater im Ausland lebe oder sich nur eingeschränkt kümmere, reiche nicht aus, um ihm die Mitverantwortung zu entziehen. Ein solcher Schritt komme nur infrage, wenn jemand tatsächlich gar nicht mehr in der Lage sei, Einfluss zu nehmen. Das sah das Gericht hier nicht gegeben.</p>



<p><em>Oberlandesgericht Karlsruhe am 16. Oktober 2025. (AZ: 20 WF 49/25)</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sozialhilfe und Schenkungen: Wann das Amt bei Angehörigen nicht zugreifen darf</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/sozialhilfe-und-schenkungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DAV]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2026 09:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://bbj064p.myrdbx.io/themenwelten/sozialhilfe-und-schenkungen-wann-das-amt-bei-angehoerigen-nicht-zugreifen-darf/</guid>

					<description><![CDATA[Wird ein Familienmitglied pflegebedürftig, reicht die Rente meist nicht. Bevor Sozialhilfe fließt, wird geprüft, ob es nicht noch andere Geldquellen oder Schenkungen gibt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wenn ein Familienmitglied pflegebedürftig wird, reicht die Rente oft nicht aus. Dann springt das Sozialamt ein und zahlt Sozialhilfe. Doch der Staat ist sparsam: Er prüft genau, ob nicht noch andere Geldquellen vorhanden sind, die vorrangig genutzt werden müssen.</p>



<p>Dabei geraten oft Schenkungen ins Visier, die Jahre zuvor innerhalb der Familie getätigt wurden. Viele Angehörige fragen sich: „Darf das Amt einen Rückforderungsanspruch gegen meine Kinder einfach auf sich übertragen, nur weil mein Ehepartner im Heim lebt?“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Urteil vom Sozialgericht München zu Schenkungen und Sozialhilfe</h2>



<p>Das <a href="https://www.sozialgerichtsbarkeit.de/entscheidungen/178927" data-type="link" data-id="https://www.sozialgerichtsbarkeit.de/entscheidungen/178927" target="_blank" rel="noopener">Sozialgericht München hat am 10. April 2025 (AZ: S 49 SO 367/23)</a> Folgendes klargestellt: Das Sozialamt darf nicht automatisch alle privaten Ansprüche von Ehepartnern oder Angehörigen an sich ziehen. Ein Anspruch darf nur dann auf den Sozialhilfeträger übergeleitet werden, wenn er dem pflegebedürftigen Menschen selbst zugutekommt.</p>



<p><strong>Das bedeutet:</strong></p>



<p>Persönliche Ansprüche eines Ehepartners – etwa aus einer privaten Schenkung oder einem eigenen Vertrag – sind grundsätzlich tabu, wie das Rechtsportal anwaltauskunft.de erläutert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pflegekosten – darf das Sozialamt Ansprüche übernehmen?</h2>



<p>Im konkreten Fall hatte eine Ehefrau die Unterhaltskosten für das Auto ihrer Tochter übernommen. Als ihr Ehemann pflegebedürftig wurde und <a href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/sozialhilfe-eu-buerger/" data-type="link" data-id="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/sozialhilfe-eu-buerger/">Sozialhilfe </a>erhielt, forderte das Amt dieses Geld zurück (4.400 Euro). Die Logik der Behörde: Die Frau sei durch die Pflegebedürftigkeit ihres Mannes „verarmt“ und könne das Geschenk von der Tochter zurückverlangen. Diesen Anspruch leitete das Amt kurzerhand auf sich über.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gericht stoppt „Kaperfahrt“ auf Privatvermögen der Ehegatten</h2>



<p>Das Sozialgericht München entschied jedoch: Das geht zu weit. Eine Überleitung von Ansprüchen des Ehepartners ist nur zulässig, wenn der Anspruch dem Pflegebedürftigen direkt zugutekommt.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Keine Totalüberleitung:</strong> Das Amt darf nicht blindlings alle Rechte der Angehörigen beanspruchen.</li>



<li><strong>Zweckbindung:</strong> Überleitbar sind nur Ansprüche wie Versicherungsleistungen oder Beihilfen, die für den Hilfebedürftigen bestimmt sind.</li>



<li><strong>Schutz der Ehegatten:</strong> Das private Vermögen des nicht pflegebedürftigen Partners bleibt geschützt, sofern es nicht direkt die Bedarfe des anderen deckt.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet das Urteil für Betroffene?</h2>



<p>Das Urteil stärkt die Rechte von Ehepartnern und Familienmitgliedern. Sozialbehörden versuchen oft, über <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_12/__93.html" target="_blank" data-type="link" data-id="https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_12/__93.html" rel="noreferrer noopener">§&nbsp;93 SGB XII (Überleitung von Ansprüchen)</a> an Gelder zu gelangen, die ihnen über die normalen Unterhaltsregeln nicht zustehen. Wer einen entsprechenden Bescheid erhält, sollte diesen genau prüfen lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Checkliste: Überleitung von Ansprüchen durch das Sozialamt</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="877" height="429" src="https://anwaltauskunft.de/wp-content/uploads/2026/08/Checkliste_Canva_Ralf-Geithe.png" alt="" class="wp-image-2971" style="aspect-ratio:2.044304087617953;width:342px;height:auto" srcset="https://anwaltauskunft.de/wp-content/uploads/2026/08/Checkliste_Canva_Ralf-Geithe.png 877w, https://anwaltauskunft.de/wp-content/uploads/2026/08/Checkliste_Canva_Ralf-Geithe-300x147.png 300w, https://anwaltauskunft.de/wp-content/uploads/2026/08/Checkliste_Canva_Ralf-Geithe-768x376.png 768w" sizes="(max-width: 877px) 100vw, 877px" /></figure>
</div>


<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Wer erhält die Leistung?</strong><br>Überleitungen bei Angehörigen sind nur bei bestimmten Leistungen (z.&nbsp;B. Hilfe zur Pflege) möglich.</li>



<li><strong>Wem steht der Anspruch zu? <br></strong>Handelt es sich um einen persönlichen Anspruch des Ehegatten (z.&nbsp;B. aus einem Erbe oder einer Schenkung) oder dient er direkt dem Hilfebedürftigen?</li>



<li><strong>Besteht der Anspruch überhaupt? <br></strong>Das Amt darf nur Ansprüche überleiten, die nicht offensichtlich ausgeschlossen sind (sog. Negativevidenz).</li>



<li><strong>Wurde Widerspruch eingelegt? <br></strong>Gegen einen Überleitungsbescheid kann innerhalb eines Monats Widerspruch erhoben werden.</li>
</ul>



<p><em>Benötigen Sie rechtlichen Rat oder anwaltliche Vertretung? In unserer </em><a href="https://anwaltauskunft.de/suche/?type=lawyer">Anwaltssuche</a><em> finden Sie die passende Expertin oder den passenden Experten in Ihrer Nähe!</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schule &#038; Recht: Dürfen „Reichsbürger“ unsere Kinder unterrichten?</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/schule-duerfen-reichsbuerger-unterrichten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DAV]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2026 11:15:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://bbj064p.myrdbx.io/themenwelten/schule-recht-duerfen-reichsbuerger-unsere-kinder-unterrichten/</guid>

					<description><![CDATA[Ein Lehrer, der die Bundesrepublik nicht anerkennt – Ist das an Schulen erlaubt? Nein, urteilt ein Gericht in Baden-Württemberg.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eltern vertrauen darauf, dass Lehrerinnen und Lehrer nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern auch Werte unserer Gesellschaft vorleben. Doch was passiert, wenn eine Lehrkraft die Bundesrepublik Deutschland gar nicht anerkennt? Ein aktueller Fall vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg zeigt nun: Wer staatliche Regeln massiv missachtet, verliert seinen Platz am Pult – auch an Privatschulen.</p>



<p>Eltern vertrauen Schulen ihre Kinder an – und damit auch den Lehrkräften, die sie unterrichten. Dieses Vertrauen schützt das Recht. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat am 07. Oktober 2025 <a href="https://www.landesrecht-bw.de/bsbw/document/NJRE001622707" data-type="link" data-id="https://www.landesrecht-bw.de/bsbw/document/NJRE001622707" target="_blank" rel="noopener">(AZ: 9 S 485/25)</a> entschieden, dass ein Lehrer nicht weiter an einer privaten Ersatzschule unterrichten darf, wenn er die Existenz des Staates leugnet und staatliche Regeln nicht anerkennt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Privatleben mit Folgen: Wenn Lehrer den Staat ablehnen</h2>



<p>In dem Fall ging es um einen Lehrer einer Freien Waldorfschule, der privat massiv gegen die staatliche Ordnung agierte. Er zahlte keine GEZ-Gebühren, <a href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/beamtenbeleidigung-gibt-es-das/" data-type="link" data-id="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/beamtenbeleidigung-gibt-es-das/">beschimpfte Polizisten</a> als „Firmenangestellte“ und behauptete, Deutschland werde noch immer von den Alliierten besetzt.</p>



<p>Das Regierungspräsidium zog die Reißleine und verbot ihm den Unterricht. Der Lehrer wehrte sich: Das alles sei privat und habe keinen Einfluss auf seinen Physikunterricht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schutz der Kinder geht vor Berufsfreiheit</h2>



<p>Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg gab der Behörde recht, wie das Rechtsportal anwaltauskunft.de informiert. Die wichtigsten Punkte für Eltern:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Schutzfunktion</strong>: Lehrer haben eine Vorbildfunktion. Wer die Rechtsordnung leugnet, ist charakterlich nicht geeignet, Kinder zu bilden.</li>



<li><strong>Kein Schlupfloch Privatschule:</strong> Auch wenn Privatschulen mehr Freiheiten haben, darf der Staat einschreiten, um Schüler vor verfassungsfeindlichen Einflüssen zu schützen.</li>



<li><strong>Vorbeugender Schutz</strong>: Die Behörden müssen nicht warten, bis der Lehrer „Reichsbürger-Thesen“ aktiv im Unterricht verteilt. Die gezeigte innere Einstellung reicht für ein Verbot aus.</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet das für Eltern?</h2>



<p>Dieses Urteil stärkt das Vertrauen in die staatliche Schulaufsicht. Eltern dürfen darauf vertrauen, dass Lehrkräfte – egal an welcher Schulform – auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Das Gericht machte deutlich: Wer die Spielregeln unseres Staates komplett ablehnt, kann nicht Teil des Bildungssystems sein, das genau diese Regeln vermitteln soll.</p>



<p>Quelle: <a href="http://www.anwaltauskunft.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.anwaltauskunft.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Podcast: Jahresende bedeutet auch das Ende für viele Beziehungen</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/podcast-jahresende-bedeutet-auch-das-ende-fuer-viele-beziehungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DAV]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Dec 2025 14:14:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://bbj064p.myrdbx.io/themenwelten/podcast-jahresende-bedeutet-auch-das-ende-fuer-viele-beziehungen/</guid>

					<description><![CDATA[Für die einen ist es die schönste Zeit des Jahres. Für andere ist es aber auch die Zeit, die die eigene Beziehung auf eine harte Probe stellen kann. Denn, so berichten es viele Familienrechtsanwältinnen und -Anwälte im Deutschen Anwaltverein: Im Januar sind die Wartezimmer der Kanzleien besonders voll. Jedenfalls lässt sich in Deutschland mittlerweile jedes dritte Paar scheiden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Für die einen ist es die schönste Zeit des Jahres. Für andere ist es aber auch die Zeit, die die eigene Beziehung auf eine harte Probe stellen kann. Denn, so berichten es viele Familienrechtsanwältinnen und -Anwälte im Deutschen Anwaltverein: Im Januar sind die Wartezimmer der Kanzleien besonders voll. Jedenfalls lässt sich in Deutschland mittlerweile jedes dritte Paar scheiden.</p>



<p>Aber wenn sich ein Paar trennt, wirft das viele rechtliche Fragen auf: Wer darf in der ehemaligen Ehewohnung leben? Muss man das Trennungsjahr abwarten, bevor man sich scheiden lassen kann? Wie sieht es mit dem Unterhalt im Trennungsjahr aus?</p>



<p>Rechtsanwalt Swen Walentowski von anwaltauskunft.de im Podcast über die wichtigsten Fragen zum Thema Trennung und Trennungsjahr.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorsicht beim Versorgungsausgleich – 28 Jahre getrennt</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/versorgungsausgleich-beschraenkt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2025 15:04:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://bbj064p.myrdbx.io/themenwelten/28-jahre-getrennt-gericht-beschraenkt-versorgungsausgleich/</guid>

					<description><![CDATA[Normalerweise wird bei einer Scheidung der Versorgungsausgleich für die gesamte Ehezeit durchgeführt. Ist die Trennungszeit deutlich länger als die Zeit des tatsächlichen Zusammenlebens kann das anders aussehen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Paar hatte 1985 geheiratet und lebte bis 1995 zusammen. <a href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/trennung-und-trennungsjahr-welche-regeln-gelten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Geschieden</a> wurde die Ehe erst 2024. Im Rahmen der Scheidung nahm das Amtsgericht zunächst einen Versorgungsausgleich vor und teilte dabei die Rentenansprüche aus dem gesamten Zeitraum von 1984 bis 2023 auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ungerechter Versorgungsausgleich?</h2>



<p>Die Frau legte dagegen Beschwerde ein. Sie hielt es für ungerecht, die gesamten Rentenansprüche zu teilen, obwohl sie und ihr Ex-Mann schon seit 28 Jahren getrennte Wege gingen und wirtschaftlich unabhängig waren.</p>



<p>Das höhere Gericht gab ihr Recht: Eine Trennungszeit von fast drei Jahrzehnten – also deutlich länger als die Zeit, in der sie tatsächlich zusammengelebt hatten – stehe nicht mehr im Einklang mit dem ursprünglichen Sinn des Versorgungsausgleichs.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Lange Trennung führt zu Kürzung der Rententeilung</h3>



<p>Solche langen Trennungszeiten rechtfertigen nicht automatisch eine Kürzung des Ausgleichs. Aber wenn beide Partner seit der Trennung finanziell vollkommen unabhängig voneinander leben und auch sonst keine Verbindung mehr besteht, kann der Versorgungsausgleich auf die Zeit des tatsächlichen Zusammenlebens begrenzt werden. In diesem Fall entschied das Gericht, dass nur die Rentenansprüche aus der Zeit bis ein Jahr nach der Trennung berücksichtigt werden sollten – also bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein Scheidungsantrag nach der Trennung erstmals hätte gestellt werden können.</p>



<p>Oberlandesgericht Brandenburg am 25. März 2025 (<a href="https://gerichtsentscheidungen.brandenburg.de/gerichtsentscheidung/26364" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AZ: 13 UF 101/24</a>)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Beziehung – kein nachehelicher Unterhalt</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/nachehelicher-unterhalt-bei-neuer-beziehung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DAV]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2025 09:49:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://bbj064p.myrdbx.io/themenwelten/neue-beziehung-kein-nachehelicher-unterhalt/</guid>

					<description><![CDATA[Nach einer Scheidung kann ein ehemaliger Ehepartner Anspruch auf Unterhalt haben. Lebt er allerdings in einer neuen, verfestigten Lebensgemeinschaft, entfällt dieser Anspruch. Daran ändert sich auch nichts, wenn diese nacheheliche Beziehung endet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nach einer Scheidung kann ein ehemaliger Ehepartner Anspruch auf nachehelichen Unterhalt haben. Lebt er allerdings in einer neuen, verfestigten Lebensgemeinschaft, entfällt dieser Anspruch. Daran ändert sich auch nichts, wenn diese nacheheliche Beziehung endet.</p>



<p>In einem Fall, der vor dem Oberlandesgericht Brandenburg verhandelt wurde, forderte ein Mann von seiner Ex-Frau nachehelichen Unterhalt in Höhe von rund 700 Euro monatlich, da sie über ein höheres Einkommen verfüge. Diese wollte das nicht akzeptieren. Insbesondere sei sie nicht zum Unterhalt verpflichtet, weil ihr Ex-Mann mit der Mutter seines jüngsten Kindes eine verfestigte Lebensgemeinschaft führe. Die beiden gemeinsamen Kinder leben bei der Mutter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Beziehung oder nur Zweckgemeinschaft?</h2>



<p>Der Mann führte unter anderem aus, mit der Mutter seines jüngsten Kindes nicht in einer Partnerschaft zu leben, sondern nur in einer Wohn- und Zweckgemeinschaft, aus der sich vorübergehend eine ausschließlich sexuelle Beziehung entwickelt habe, der das gemeinsame Kind entstamme.</p>



<p>Aufgrund des Altersunterschieds von 15 Jahren und der Ungleichheit der Interessen sei es aber bei der <a href="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/trennung-und-trennungsjahr-welche-regeln-gelten/" target="_blank" data-type="link" data-id="https://anwaltauskunft.de/themenwelten/trennung-und-trennungsjahr-welche-regeln-gelten/" rel="noreferrer noopener">Trennung</a> von zwei Haushalten innerhalb der angemieteten Wohnung geblieben. Er habe vor, sich eine neue Wohnung zu suchen, die Mutter seines Kindes plane einen Umzug in eine andere Stadt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kein nachehelicher Unterhalt bei neuer Beziehung nach der Scheidung?</h2>



<p>Vor Gericht hatte der Mann keinen Erfolg, wie das Oberlandesgericht Brandenburg am 15. August 2024 (<a href="https://gerichtsentscheidungen.brandenburg.de/gerichtsentscheidung/25030" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AZ: 13 UF 191/23</a>) entschied. Seine Ex-Frau muss keinen Unterhalt zahlen, da ihr früherer Mann sich in einer neuen, verfestigten Lebensgemeinschaft befinde. Wer in einer solchen neuen Lebensgemeinschaft lebe, müsse sich widersprüchliches Verhalten vorwerfen lassen, wenn er die nacheheliche Solidaritäts- und Loyalitätspflicht des geschiedenen Ehepartners in Anspruch nehme. Diesem sei nicht zuzumuten, Unterhalt zu zahlen.  Auch die etwaige Beendigung dieser Beziehung würde daran nichts ändern.</p>



<p>Von einer verfestigten Lebensgemeinschaft könne man insbesondere dann ausgehen, wenn objektive, nach außen sichtbare Umstände – etwa ein gemeinsamer Haushalt über längere Zeit oder die Dauer der Verbindung – den Schluss auf eine verfestigte Lebensgemeinschaft nahelegten.</p>



<p>Es gebe ausreichende Indizien, dass der Mann mit der Mutter seines jüngsten Kindes in der gemeinsamen Wohnung nicht nur aufgrund einer Zweckgemeinschaft gelebt, sondern eine eheähnliche Lebensgemeinschaft geführt habe. Dazu gehöre, dass er im Rahmen des Scheidungsverfahrens dem Amtsgericht mitgeteilt habe, die Frau zu heiraten.</p>



<p>Es komme nicht darauf an, ob der Mann mit der Mutter seines Kinds nur die Wohnung geteilt habe, ohne mit ihr liiert zu sein. Entscheidend sei, dass er nach außen hin den klaren Eindruck erweckt habe, sich in einer neuen eheähnlichen Lebensgemeinschaft fest gebunden zu haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Beziehung beendet – wieder Anspruch auf nachehelichen Unterhalt?</h2>



<p>Auch die Beendigung der Beziehung zur Mutter seines jüngsten Kinds würde keine Rolle spielen. Durch die Auflösung ändere nichts daran, dass sich der Ehepartner hierdurch von der nachehelichen Solidarität gegenüber dem anderen Partner losgesagt habe.&nbsp; Damit könne er diese Solidarität auch seinerseits mehr einfordern.</p>



<p><em>Benötigen Sie rechtlichen Rat oder anwaltliche Vertretung? In unserer </em><a href="https://anwaltauskunft.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anwaltssuche</a><em> finden Sie die passende Expertin oder den passenden Experten in Ihrer Nähe!</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Podcast: Welcher Zwilling ist der Vater?</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/podcast-welcher-zwilling-ist-der-vater/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DAV]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 May 2025 10:33:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://bbj064p.myrdbx.io/themenwelten/podcast-welcher-zwilling-ist-der-vater/</guid>

					<description><![CDATA[Ein Kind hat Anspruch auf Klärung seiner Abstammung. Ein möglicher biologischer Vater muss an dieser Klärung mitwirken, so das Oberlandesgericht Oldenburg. Der Fall war knifflig. Zwei Männer, die beiden eineiigen Zwillinge hatten zur selben Zeit Geschlechtsverkehr mit der Mutter. Die Dame war bei einer Escort-Agentur und wurde schwanger.
Und anders als „herkömmliche“ DNA-Gutachten wird zur Unterscheidung von eineiigen Zwillingen ein besonderes Verfahren angewendet – das ultra-deep next generation sequencing untersucht nicht nur einzelne Abschnitte der DNA, sondern alles. Und auch wenn der potenzielle biologische Vater nicht bereit war, an der Durchführung des Tests mitzuwirken - seine Beschwerde blieb erfolglos, er muss! Einzelheiten dazu im Podcast der Deutschen Anwaltauskunft mit Rechtsanwalt Swen Walentowski.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein Kind hat Anspruch auf Klärung seiner Abstammung. Ein möglicher biologischer Vater muss an dieser Klärung mitwirken, so das Oberlandesgericht Oldenburg. Der Fall war knifflig. Zwei Männer, die beiden eineiigen Zwillinge hatten zur selben Zeit Geschlechtsverkehr mit der Mutter. Die Dame war bei einer Escort-Agentur und wurde schwanger.</p>



<p>Und anders als „herkömmliche“ DNA-Gutachten wird zur Unterscheidung von eineiigen Zwillingen ein besonderes Verfahren angewendet – das ultra-deep next generation sequencing untersucht nicht nur einzelne Abschnitte der DNA, sondern alles. Und auch wenn der potenzielle biologische Vater nicht bereit war, an der Durchführung des Tests mitzuwirken &#8211; seine Beschwerde blieb erfolglos, er muss! Einzelheiten dazu im Podcast der Deutschen Anwaltauskunft mit Rechtsanwalt Swen Walentowski.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Studium und eigene Kinder: Unterhalt von den Eltern</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/studium-und-eigene-kinder-unterhalt-von-den-eltern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DAV]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2025 14:15:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://bbj064p.myrdbx.io/themenwelten/studium-und-eigene-kinder-unterhalt-von-den-eltern/</guid>

					<description><![CDATA[(DAV). Volljährige Kinder sind nur dann unterhaltsberechtigt, wenn sie sich nicht selbst unterhalten können. An die Beurteilung, ob das Kind tatsächlich außerstande ist,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>(DAV). </strong><strong>Volljährige Kinder sind nur dann unterhaltsberechtigt, wenn sie sich nicht selbst unterhalten können. An die Beurteilung, ob das Kind tatsächlich außerstande ist, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen, werden strenge Anforderungen gestellt. Ein Grund kann etwa die Betreuung eines eigenen Kinds sein.</strong><strong> </strong></p>



<p>Der Mann hatte sein Studium seit dem Wintersemester 2022/2023 unterbrochen, um sich um seine beiden Kinder zu kümmern. Seine Lebensgefährtin studiert ebenfalls. Seine Eltern hatten ihm das für ihn ausgezahlte Kindergeld überwiesen, bis dieses im Februar 2023 endete. Der Mann forderte von seinen Eltern Unterhalt in Höhe von monatlich mindestens 930 Euro sowie Unterhaltsrückstände. Sein Anspruch auf Studierendenunterhalt erlösche nicht, nur weil er sich in Urlaubssemestern befinde.</p>



<p>Sein Antrag auf Verfahrenskostenhilfe war teilweise erfolgreich. Erfolg habe der Antrag insoweit, als der Mann seine Bedürftigkeit mit der Betreuung seiner eigenen Kinder ab Oktober 2023 begründe, erklärte das Gericht. Seine Eltern schuldeten ihm Verwandtenunterhalt, solange er aufgrund besonderer Umstände nicht dazu in der Lage sei, sich aus eigener Kraft zu unterhalten, und auch die Mutter seiner Kinder nicht zu Unterhaltszahlungen heranziehen könne.</p>



<p><strong>Eigene Kinder: Hat ein Studierender Anspruch auf Unterhalt durch die Eltern?</strong></p>



<p>Insofern der Mann seinen Unterhaltsanspruch damit begründe, dass er aufgrund seines Studiums bedürftig sei, habe sein Antrag keine Aussicht auf Erfolg, so das Gericht. Allein die Tatsache, dass er immatrikuliert ist, hindere ihn nämlich nicht daran, sich selbst zu unterhalten.</p>



<p>Das Gericht war der Meinung, dass es dem Mann teilweise möglich sei, sich selbst zu unterhalten. Zwar studiere die Mutter der Kinder, allerdings müsse sie lediglich im Umfang von zwölf Wochenstunden an Veranstaltungen und Seminaren teilnehmen und hierfür nicht immer in Präsenz vor Ort sein (hybrides Studium). Sie sei in der Lage, sich die Zeit für ihr Studium flexibel einzuteilen. Daher sei davon auszugehen, dass es dem Mann möglich und zumutbar sei, zumindest zehn Stunden in der Woche einem Minijob nachzugehen.</p>



<p>Der Mann habe einen Bedarf in Höhe von 930 Euro. Davon abzuziehen seien die möglichen Einkünfte durch den Minijob.<em> </em></p>



<p><em>Oberlandesgericht Karlsruhe am 07. August 2024 (AZ: 16 WF 45/24) </em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schulpflicht – Entscheidung obliegt nicht dem Kind</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/schulpflicht-pflicht-bei-eltern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DAV]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 13:41:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://bbj064p.myrdbx.io/themenwelten/schulpflicht-entscheidung-obliegt-nicht-dem-kind/</guid>

					<description><![CDATA[Der Besuch der Schule kann nicht der Entscheidung des Kindes unterliegen. Die Eltern tragen die Verantwortung, die Schulpflicht zu erfüllen. Dies gilt vor allem dann, wenn – wegen einer notwendigen sonderpädagogischen Förderung – teilweise Hausunterricht erfolgen soll und dieser nicht durchgesetzt werden kann.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eltern eines schulpflichtigen Kindes verletzen sonst ihre Verantwortung für die regelmäßige Unterrichtsteilnahme ihres Kindes. Sie müssen die Schulpflicht gegenüber dem Kind durchsetzen.</p>



<p>Das Rechtsportal anwaltauskunft.de informiert über eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts NRW vom 30. Dezember 2022 (<a href="file:///C:/Users/benthin_p/Downloads/19_B_997_22_Beschluss_20221230.pdf">AZ: 19 B 997/22</a>).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schulpflicht durch Hausunterricht erfüllt</h2>



<p>Der Sohn sollte durch unterstützende und sukzessiv gesteigerte Unterrichts- und Betreuungszeiten im Hausunterricht wieder schrittweise an eine Beschulung im Präsenzunterricht herangeführt werden. Dafür organisierte das Schulamt den Hausunterricht. Der Hausunterricht scheiterte jedoch, der Sohn verweigerte ganz oder teilweise seine Teilnahme. An zwei der drei bislang vereinbarten Termine fand kein Hausunterricht statt. Den einzig durchgeführten Termin brach der Junge schon nach etwa 30 Minuten ab.</p>



<p>Dessen Teilnahme kam zustande, obwohl der Junge sich zunächst geweigert hatte, seine Tür zu öffnen. Seine Mutter habe dann „nach viel und langer Zusprache“ nach etwa 20 Minuten die Tür „entgegen dem Willen des Kindes“ geöffnet, woraufhin er „verschwand“. In der Mail des Schulleiters heißt es hierzu, die Mutter habe eine Umsetzung des Hausunterrichts mit den Worten für nicht sinnvoll erachtet: „Wenn wir weiter machen, dann tackert er aus und wir wollen ja nicht das Niveau verlieren.“ Daher wollten die Eltern das Ruhen der Schulpflicht vorläufig feststellen lassen, jedoch ohne Erfolg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eltern für Erfüllung der Schulpflicht verantwortlich</h2>



<p>Das Schulamt und beide Instanzen entschieden, dass ein Ruhen der Schulpflicht nur dann in Betracht kommt, wenn vorher alle Möglichkeiten der sonderpädagogischen Förderung ausgeschöpft wurden. Für das Gericht scheiterte die erfolgreiche Durchführung des Hausunterrichts bislang vorrangig an einer unzureichenden Mitwirkung der Mutter. Zu ihrer Verantwortung für die regelmäßige Unterrichtsteilnahme ihres schulpflichtigen Sohnes gehöre es, „kraft ihrer Stellung als Sorgeberechtigte und -verpflichtete sowie aufgrund ihrer häuslichen Wohn- und Lebensgemeinschaft mit ihm ihre ständige und unmittelbare erzieherische Einwirkungsmöglichkeit auf ihr Kind“ für Erziehungsmaßnahmen zu nutzen. Dazu gehören etwa, das erzieherische Gespräch, die Ermahnung, etc. <a href="https://bass.schule.nrw/6043.htm#1-1p53" data-type="link" data-id="https://bass.schule.nrw/6043.htm#1-1p53" target="_blank" rel="noreferrer noopener">(Beispiele in § 53 Abs. 2 SchulG NRW)</a>.</p>



<p>Eltern, die ihrem Kind die Entscheidung über den Schulbesuch überlassen, verletzten aber ihre Verantwortung für die regelmäßige Unterrichtsteilnahme ihres schulpflichtigen Kindes.</p>



<p>Das Gericht schloss aus der in der Mail des Schulleiters wörtlich mitgeteilten Äußerung der Mutter, dass sie es ihrem Sohn gegenüber an einem konsequenten Hinwirken auf eine erfolgreiche Durchführung des Hausunterrichts mit dafür geeigneten erzieherischen Maßnahmen fehlen lasse.</p>



<p>Ein Ruhen der Schulpflicht kam für das Gericht daher nicht in Frage. Es hielt die Möglichkeiten für noch nicht ausgeschöpft, da vor allem die Mutter die Durchsetzung der Schulpflicht durch Hausunterricht nicht effektiv unterstützt hatte.</p>



<p>Informationen: <a href="http://www.anwaltauskunft.de" target="_blank" data-type="link" data-id="www.anwaltauskunft.de" rel="noreferrer noopener">www.anwaltauskunft.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Podcast: Schwiegereltern schenken Immobile: Anteilige Rückzahlung bei Scheidung</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/podcast-schwiegereltern-schenken-immobile-anteilige-rueckzahlung-bei-scheidung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DAV]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2024 11:54:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://bbj064p.myrdbx.io/themenwelten/podcast-schwiegereltern-schenken-immobile-anteilige-rueckzahlung-bei-scheidung/</guid>

					<description><![CDATA[Nicht selten unterstützen Eltern die Lebensplanung ihrer Kinder durch großzügige Zuwendungen an diese und ihre Partner. Scheitert die Ehe des Kinds, stellt sich die Frage: Was passiert mit der Schenkung? In dem Fall hatte das Paar 2003 geheiratet. Es wohnte seit 2005 gemeinsam in einem Haus, das den Eltern des Mannes gehörte. Anlässlich eines größeren Renovierungs- und Ausbauvorhabens übertrugen diese die Immobilie an das Ehepaar zu jeweils hälftigem Miteigentum. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern bewohnten sie das Haus gemeinsam bis zur Trennung und dem Auszug der Frau 2017.
Dann forderten die Schwiegereltern von der Frau eine anteilige Rückzahlung der Schenkung von rund 135.000 Euro – ausgehend von einem Bruttowert des Hauses von 320.000 Euro. Vor Gericht waren sie weitestgehend erfolgreich.
Rechtsanwalt Swen Walentowski im Podcast der Deutschen Anwaltauskunft mit den Einzelheiten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nicht selten unterstützen Eltern die Lebensplanung ihrer Kinder durch großzügige Zuwendungen an diese und ihre Partner. Scheitert die Ehe des Kinds, stellt sich die Frage: Was passiert mit der Schenkung? In dem Fall hatte das Paar 2003 geheiratet. Es wohnte seit 2005 gemeinsam in einem Haus, das den Eltern des Mannes gehörte. Anlässlich eines größeren Renovierungs- und Ausbauvorhabens übertrugen diese die Immobilie an das Ehepaar zu jeweils hälftigem Miteigentum. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern bewohnten sie das Haus gemeinsam bis zur Trennung und dem Auszug der Frau 2017.</p>



<p>Dann forderten die Schwiegereltern von der Frau eine anteilige Rückzahlung der Schenkung von rund 135.000 Euro – ausgehend von einem Bruttowert des Hauses von 320.000 Euro. Vor Gericht waren sie weitestgehend erfolgreich.</p>



<p>Rechtsanwalt Swen Walentowski im Podcast der Deutschen Anwaltauskunft mit den Einzelheiten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Podcast: Vorzeitige Scheidung &#8211; Gründe für Antrag müssen beim anderen Partner liegen</title>
		<link>https://anwaltauskunft.de/themenwelten/vorzeitige-scheidung-gruende-fuer-antrag-muessen-beim-anderen-partner-liegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DAV]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 May 2024 14:08:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://bbj064p.myrdbx.io/themenwelten/vorzeitige-scheidung-gruende-fuer-antrag-muessen-beim-anderen-partner-liegen/</guid>

					<description><![CDATA[Eine Ehe kann vor Ablauf des Trennungsjahrs ausnahmsweise dann geschieden werden, wenn – wie es das Gesetz formuliert – „die Fortsetzung der Ehe für den Antragsteller … eine unzumutbare Härte“ darstellen würde. Diese Gründe müssen in der Person des anderen Ehepartners liegen. In dem Fall lebte die Frau seit August 2023 von ihrem Mann getrennt. Von ihrem neuen Partner erwartet sie nun ein Kind. Sie beantragte Verfahrenskostenhilfe, da sie einen Scheidungsantrag stellen wollte. Ihre Schwangerschaft stelle für ihren Ehemann eine unzumutbare Härte dar,
argumentierte die Frau. Das Gericht sah dies allerdings anders, wie Rechtsanwalt Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft über den Fall berichtet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eine Ehe kann vor Ablauf des Trennungsjahrs ausnahmsweise dann geschieden werden, wenn – wie es das Gesetz formuliert – „die Fortsetzung der Ehe für den Antragsteller … eine unzumutbare Härte“ darstellen würde. Diese Gründe müssen in der Person des anderen Ehepartners liegen. In dem Fall lebte die Frau seit August 2023 von ihrem Mann getrennt. Von ihrem neuen Partner erwartet sie nun ein Kind. Sie beantragte Verfahrenskostenhilfe, da sie einen Scheidungsantrag stellen wollte. Ihre Schwangerschaft stelle für ihren Ehemann eine unzumutbare Härte dar,</p>



<p>argumentierte die Frau. Das Gericht sah dies allerdings anders, wie Rechtsanwalt Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft über den Fall berichtet.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
