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Handwer­ker­rechnung und Gewährleistung von Handwerkern: Das müssen Sie wissen

SolStock/gettyimages.de
Ein Handwerker arbeitet an der Spüle.

Die Fenster müssen erneuert, das Dach repariert oder der Boden gefliest werden: In diesen Fällen muss ein Handwerker ran. Und auch wenn die meisten Betriebe einwandfrei arbeiten, läuft nicht immer alles glatt. Das Recht­sportal anwaltaus­kunft.de erklärt, was Sie zur Gewährleistung von Handwerkern wissen müssen und was Sie tun können, wenn Sie eine Handwer­ker­rechnung für zu hoch halten.

Eine Umfrage des Meinungs­for­schungs­in­stituts Innofact aus dem Jahr 2013 zeigt: 80 Prozent der Deutschen sind mit der Leistung der Handwerker, die sie beschäftigen, zufrieden. Wer unzufrieden ist, bemängelt meist Unpünktlichkeit oder dass Absprachen nicht einge­halten wurden. Falls Sie einmal zu den unzufrie­denen 20 Prozent gehören, können Sie hier nachlesen, was Sie tun können.

Meine Handwerkerrechnung ist zu hoch – wie gehe ich vor? 

Gehen wir zunächst von folgendem Fall aus: Die Handwerker waren (pünktlich) da und haben die verein­barte Arbeit erledigt. Und dann kommt die Rechnung, mit einem deutlichen höheren Preis als im Kosten­vor­an­schlag angegeben. Oder der Betrieb hat Arbeiten ausführt, die nicht vereinbart waren, und diese in Rechnung gestellt. Für Verbraucher ist das sehr ärgerlich. Was tun?

„Hält man eine Handwer­ker­rechnung für zu hoch, sollte man zunächst mit dem Handwerks­un­ter­nehmen zu sprechen“, sagt Herbert P. Schons, Rechts­anwalt und Notar sowie Mitglied im Präsidium des Deutschen Anwalt­vereins (DAV). Könnten sich Handwerker und Auftrag­geber nicht über die Rechnung einigen, könne ein spezia­li­sierter Anwalt helfen.

Dürfen Handwerker Fahrtkosten abrechnen?

Ist eine Handwer­ker­rechnung höher als erwartet, kann das auch daran liegen, dass hohe Fahrt­kosten darin enthalten sind. Das kann teuer werden, wenn die Handwerker von weit her kommen.

„Grundsätzlich dürfen Handwerks­be­triebe Fahrt­kosten und eine Fahrt­kos­ten­pau­schale abrechnen“, sagt der Rechts­anwalt. Ob die abgerech­neten Kosten bezie­hungs­weise die Höhe der Pauschale korrekt ist, müsse bei Bedarf von einem Anwalt überprüft werden.

Die Fahrt­kosten bleiben meist niedrig, wenn man Handwerks­un­ter­nehmen vor Ort beauf­tragt, soweit das möglich ist. Es ist auch kein Problem, die Handwerker vorab nach den Fahrt­kosten zu fragen und einen Preis für die Anfahrt zu verein­baren.

Was kann ich tun, um im Vorfeld Streitigkeiten über die Rechnung zu vermeiden?

Apropos vorab: Wer hier die richtigen Weichen stellt, hat gute Chancen, dass es gar nicht erst zum Streit kommt. „Fordern Sie vor Beauf­tragung eines Handwerkers am besten einen Kosten­vor­an­schlag an“, rät Rechts­anwalt Schons. Im günstigsten Fall könne man sich auf der Grundlage des Angebots und des Kosten­vor­an­schlags auf einen verbind­lichen Festpreis inklusive Steuer einigen.

Im Kosten­vor­an­schlag bezie­hungs­weise im Angebot muss genau stehen, welche Arbeiten der Handwerker ausführen soll. Andern­falls kann es zu Nachträgen oder Nachtrags­aufträgen kommen, die wieder extra Geld kosten.

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Themen
Baumangel Dienstleistungen Geld Handwerk
Datum
Autor
vhe
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