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Unfall auf dem Tempel­hofer Feld: Gilt auf öffent­lichen Flächen die StVO?

Quelle: Maskot/gettyimages.de
Fahrradfahrer

Unfallopfer verklagt Betreuer des Kettcar-Fahrers: Schmer­zensgeld?

Zunächst klagte der Radfahrer vor dem Landgericht Berlin gegen den Arbeitgeber des Betreuers der Gruppe. Er forderte Schmerzensgeld, dessen Höhe er mit 7.000 Euro bis 13.000 Euro als angemessen ansah. Außerdem wollte er feststellen lassen, dass der Beklagte für alle weiteren materiellen und immateriellen Schäden aus dem Unfall einstehen müsse. Der Mann behauptete, dass das Kettcar, mit dem er zusammengestoßen war, wie auch die anderen Kettcars plötzlich und unvorhersehbar schräg nach rechts ausgeschert sei. Der von ihm eingehaltene Sicherheitsabstand von fünf bis sieben Metern sei dadurch aufgebraucht worden.

Gericht: Kein Schmerzensgeld für Radfahrer

Die Klage schei­terte. Das Landge­richt konnte nicht feststellen, dass ein Fehlver­halten des Betreuers vorlag. Gegen dieses Urteil legte der Kläger Berufung ein. Er behauptete ergänzend, der Betreuer habe den Radfahrer wahrge­nommen und trotzdem das Kommando gegeben: "Und jetzt alle nach rechts", woraufhin der Fahrer das Kommando wiederholt habe und alle Kettcars ungefähr in einem Winkel von 45 Grad nach rechts gefahren seien.

Das Kammer­ge­richt bestätigte die Entscheidung der Vorin­stanz. Nach Auffassung des Gerichts war dem Betreuer nicht vorzu­werfen, dass er den Kindern gestattet hat, mit den Kettcars auf der Außenbahn des Tempel­hofer Feldes zu fahren. Das Gelände ist für den öffent­lichen Straßenverkehr geöffnet. Das Tempel­hofer Feld ist während der Öffnungs­zeiten allgemein zugänglich.

Themen
Fahrrad Unfall
Datum
Aktualisiert am
11.01.2018
Autor
DAV
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