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Mieter müssen Geräusche von Wasch­ma­schinen ertragen

(dpa/tmn). Geräusche von Wasch­ma­schinen und Wäschetrocknern aus der Nachbar­wohnung müssen Mieter ertragen. Denn grundsätzlich seien Geräusche von Haushalts­ma­schinen sozialadäquate Lärmbeeinträchtigungen, befand das Landge­richt Freiburg (AZ.: 9 S 60/13). Das berichtet die „Neue juris­tische Wochen­schrift“. Mitmieter könnten Nachbarn daher den Betrieb dieser Geräte nicht verbieten lassen.

In dem verhan­delten Fall hatten sich Mieter über die Geräusche von Wasch­ma­schine und Wäschetrockner aus der Nachbar­wohnung beschwert. Der Vermieter änderte daraufhin die Hausordnung und verbot den Gebrauch von diesen Geräten in der Wohnung. Sie sollten nur noch in der Waschküche im Keller einge­setzt werden können. Die Nachbarn wollten ihre Geräte aber weiter in ihrer Wohnung betrieben und zogen vor Gericht.

Mit Erfolg: Der Gebrauch von Wasch­ma­schinen und Wäschetrocknern gehöre heutzutage ohne weiteres zum vertragsgemäßen Gebrauch einer Wohnung, solange vertraglich ausdrücklich nicht etwas anderes vereinbart sei. Völlig untersagt werden könne der Gebrauch durch die geänderte Hausordnung in diesem Fall nicht. Lediglich die Einhaltung von Ruhezeiten und das Gebot der Rücksicht­nahme könne festge­halten werden. Mitmieter müssten die Geräusche hinnehmen.

Rechtsgebiete
Miet- und Pachtrecht

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