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Rechtslexikon

Reallast

Belastung eines Grundstücks, kraft deren dem Berechtigten wiederkehrende Leistungen aus dem Grundstück zu entrichten sind (Naturalien, Geld, Dienstleistungen), ohne dass grundsätzlich ein inhaltlicher Bezug zum Grundstück gegeben sein müsste (§§ 1105 ff. BGB). Die Reallast kann zugunsten einer Person (subjektiv-persönliche Reallast) wie auch zugunsten des jeweiligen Eigentümers eines anderen Grundstücks bestellt werden (subjektiv-dingliche Reallast). Der Eigentümer des Grundstücks haftet für die während der Dauer seines Eigentums fällig werdenden Leistungen auch persönlich. Die Reallast entsteht durch Einigung der Beteiligten und Eintragung ins Grundbuch. Auf die einzelnen Leistungen finden die für Zinsen einer Hypothek geltenden Vorschriften entsprechende Anwendung. Hauptanwendungsfall der Reallast ist das landwirtschaftliche Altenteilsrecht, das häufig im Zusammenhang mit einer Hofübergabe eingeräumt wird und so eine dingliche Absicherung erfährt. Daneben finden sich auch andere Formen, besonders die »Industriereallast« (z. B. bei Wärmebezug aus einem bestimmten Heizwerk).