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Rechtslexikon

Rang

Position in einer Reihen­folge von Rechten, besonders von Grundstücksrechten (z. B. Hypothek, Grund­schuld)

Das Rangverhältnis ist wichtig für die Reihenfolge der Befriedigung der Rechtsinhaber bei der Zwangsversteigerung des Grundstücks; mit abnehmendem Rang steigt für den Gläubiger das Risiko, ganz oder teilweise leer auszugehen. Die Rangordnung beruht auf dem Grundsatz der (zeitlichen) Priorität, d. h., das frühere Recht geht dem späteren vor. Bei Eintragungen innerhalb derselben Grundbuchabteilung entscheidet die räumliche Reihenfolge der Eintragungen (§ 879 BGB). Rechte, die unter Angabe desselben Tages eingetragen sind, haben den gleichen Rang, soweit nicht gemäß § 45 Grundbuchordnung eine abweichende Rangfolge vermerkt ist. Das Grundbuchamt ist verpflichtet, Eintragungsanträge in der Reihenfolge ihres Eingangs zu bearbeiten. Verstöße gegen diese Pflicht bewirken zwar keine von der Eintragungsreihenfolge abweichende Rangfolge, können aber Amtshaftungsansprüche auslösen. Der Rang kann auch nachträglich geändert werden (Rangänderung), wobei Zwischenrechte, die hierdurch einen Nachteil erleiden würden, nicht beeinträchtigt werden dürfen. Der Eigentümer kann sich bei Belastung des Grundstücks eine Rangstelle freihalten (Rangvorbehalt).