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Rechtslexikon

Finanzverwaltung

Der Teil der öffentlichen Verwaltung, der sich insbesondere mit der Festsetzung und Erhebung von Steuern (Steuerverwaltung), der Vermögensverwaltung der öffentlichen Hand und der Einziehung von Strafen, Beiträgen und Gebühren befasst. Nach Art. 108 GG ist die Steuerverwaltung zwischen Bund und Ländern aufgeteilt. Zölle, Finanzmonopole, die bundesgesetzlich geregelten Verbrauchsteuern einschließlich Einfuhrumsatzsteuer und die Abgaben im Rahmen der EG werden durch Bundesfinanzbehörden verwaltet. Die übrigen Steuern (z. B. Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer) werden durch Landesfinanzbehörden verwaltet, und zwar, soweit sie ganz oder teilweise dem Bund zufließen, in dessen Auftrag. Für die den Gemeinden allein zufließenden Steuern (z. B. Gewerbesteuer, Grundsteuer) kann die den Landesfinanzbehörden zustehende Verwaltung durch die Länder ganz oder z. T. den Gemeinden übertragen werden.

Im Rahmen der Gesetzgebungskompetenz des Bundes regelt das Finanzverwaltungsgesetz i. d. F. v. 30. 8. 1971 (mit späteren Änderungen) den Aufbau der F. des Bundes und der Länder.

Quelle: Duden Recht A – Z © 2011 Bibliografisches Institut GmbH Berlin