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Rechtslexikon

Absehen von Strafe

Nach § 60 StGB sieht das Gericht von Strafe ab, wenn die Folgen der Tat, die den Täter getroffen haben, so schwer sind, dass die Verhängung einer Strafe offen­sichtlich verfehlt wäre (z. B. schwere eigene Verletzung bei verschul­detem Verkehrs­unfall). Ein A. v. S. ist jedoch nur bei Freiheits­s­trafen bis zu einem Jahr zulässig. Auch in anderen, vom Gesetz besonders bezeich­neten Fällen ist ein A. v. S. zulässig, z. B. in denen der Straffällige in tätiger Reue die Handlung aufgibt oder die Wirkung der Tat verhindert (z. B. §§ 83 a, 330 b StGB). Nach § 31 Betäubungs­mit­tel­gesetz kann das Gericht von Strafe absehen, wenn der Täter bei der Aufklärung der Tat wesentlich mitwirkt oder neue Taten verhindern hilft.

Ist die Tat noch nicht angeklagt, kann auch die Staatsanwaltschaft mit Zustimmung des zuständigen Gerichts das Verfahren einstellen (§ 153 b StPO). Weiteres Einstellung.