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Wer darf über den Vornamen eines Kindes entscheiden?

Laut Personenstandsgesetz muss ein Kind innerhalb von sieben Tagen nach seiner Geburt beim Standesamt angemeldet werden. Doch was geschieht, wenn ein Elternpaar sich nicht auf einen Vornamen für das Kind einigen kann? Sind die Eltern des Kindes verheiratet oder haben sie die gemeinsame elterliche Sorge, entscheiden sie gemeinsam, wie das Kind heißen soll. Hat ein Elternteil die alleinige elterliche Sorge, entscheidet dieser allein. Und im Streitfall?

Dann muss ein Familiengericht die Entscheidung treffen. Wenn auch das Familiengericht keine Einigung zwischen der Mutter und dem Vater erzielen kann, bestimmt es die Namenswahl auf einen Elternteil, der sich innerhalb einer ihm gesetzten Frist entscheiden muss. In einer Eilentscheidung oder einer einstweiligen Anordnung ist es aber nicht möglich, eine Entscheidung herbeizuführen.

Das OLG Karlsruhe hat entschieden, dass eine Eilentscheidung bereits eine Vorwegnahme der Hauptsache sei und damit nicht den richtigen Rechtsbehelf darstelle.

Über die Qual der Wahl beim Namen des Kindes berichtet Rechtsanwalt Swen Walentowski, Sprecher der Deutschen Anwaltauskunft, im Podcast.

Rechtsgebiete
Ehe- und Familienrecht

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