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Wann kann man eine Reise kostenlos stornieren?

Terror­anschläge oder Zyka-Virus: Manch ein Urlauber möchte den einst „als schönste Zeit des Jahres“ geplanten Urlaub dann nicht am ursprünglichen Reiseziel verbringen. Kann man eine solche Reise dann stornieren, wenn das Land oder die Region in den Schlag­zeilen ist?

ln der Regel sind die Reise­war­nungen des Auswärtigen Amtes die Grundlage dafür, dass Urlauber eine geplanten Reisen in ein Land kostenfrei stornieren oder diese umbuchen dürfen, sagt Rechts­anwalt Swen Walen­towski von der Deutschen Anwaltaus­kunft.  Aber es müssen zu diesen Reise­war­nungen weitere Infor­ma­tionen hinzu­kommen, die mit diesen zusammen eine "eindeutige Gefah­renlage" in einem Land belegen.

Erst wenn die Gefahren in einem Land ausrei­chend belegt sind, haben Reisende einen Anspruch auf die kosten­freie Stornierung ihres geplanten Urlaubs. Denn dann sie können sich auf den Umstand der "höheren Gewalt" berufen, nur er recht­fertigt kosten­freie Stornie­rungen.

Als "höhere Gewalt" gelten Ereig­nisse, die von außen kommen und in keinem betrieb­lichen Zusam­menhang zum Reise­ver­an­stalter stehen.

Für Sorgen bei Urlaubern sorgt auch das Zika-Virus, dass sich in Mittel- und Südamerika immer weiter ausbreitet. Der Erreger steht im Verdacht, ungebo­renen Kindern schwer zu schaden. Deshalb rät das Auswärtige Amt Schwan­geren von Reisen in die betrof­fenen Länder ab. aber: Welche Rechte haben schwangere Urlau­be­rinnen in der aktuellen Situation?

Viele große Reise­ver­an­stalter haben auf die Situation reagiert und schwan­geren Frauen eine kostenlose Umbuchung angeboten. Hierbei handelt es sich um Angebote aus Kulanz. Fraglich ist aber, ob schwangere Urlau­be­rinnen in der gegenwärtigen Situation auch einen recht­lichen Anspruch auf eine kostenlose Stornierung oder Umbuchung ihrer Reise in betroffene Regionen haben.

Mehr dazu in diesem Podcast.

Rechtsgebiete
Reiserecht

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