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PokèmonGO - so gibt es keinen Ärger auf der Monsterjagd

Das Mobile-Spiel „PokèmonGo“ hat sich innerhalb weniger Tage zum Massenphänomen entwi­ckelt. In dem Spiel gehen Smart­phone-Besitzer in der realen Welt auf die Jagd nach virtu­ellen Monstern, den Pokèmon. Der Spieler muss herum­laufen und die kleinen Monster einzu­fangen. Auf der Jagd nach den begehrten Pokèmon vergisst aller­dings mancher Spieler einige Grund­regeln des allge­meinen Zusam­men­lebens.

Dazu gehört unter anderem:  Hausfrie­dens­bruch ist kein Kavaliers­delikt. Grundsätzlich können sich die im Spiel auffind­baren Pokèmon überall aufhalten, also auch auf Privat­grundstücken. Doch nicht jeder Haus- oder Garten­be­sitzer möchte, dass jemand Fremdes ungefragt in sein Grundstück eindringt. Wer unberechtigt in umzäunte oder abgeschlossene Räume eindringt, macht sich des Hausfrie­dens­bruchs schuldig. Das ist keine Bagatelle und kann mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden.

Auch Pokémon-Jäger müssen das Hausrecht respek­tieren - von Krankenhäusern, Schulen und anderen öffent­lichen Einrich­tungen. Etliche Museen in den USA bereits haben das Spielen von „PokèmonGo“ in ihren Räumlich­keiten untersagt. Auf entspre­chende Hinweise sollten Spieler achten und diese respek­tieren. Wer sich nicht daran hält, riskiert Hausverbot und in schlim­merem Fall eine Anzeige wegen Hausfrie­dens­bruch.

Prinzi­piell ist es auch Monsterjägern nicht erlaubt, während des Autofahrens das Smart­phone in die Hand zu nehmen. Passiert ein Unfall, während man nachweislich vom Smart­phone abgelenkt war, drohen ernste Konse­quenzen. Wird eine grobe Fahrlässigkeit festge­stellt, zahlen die meisten Kasko­ver­si­che­rungen nicht. Kommen Personen zu Schaden, können straf­recht­liche Konse­quenzen folgen.

Zudem warnt die Deutsche Anwaltaus­kunft: Nutzer der „PokemonGo“-App sollten sich bewusst sein, dass die Anwendung durch­gehend ihre Bewegungs­daten speichert. Diese können an die Betreiber übermittelt werden. In den Daten­schutz­be­stim­mungen von „PokèmonGo“ wird außerdem darauf hinge­wiesen, dass eine Identi­fi­zierung des Nutzers für andere Spieler möglich ist, wenn man seinen echten Namen als Benut­zer­namen angibt. Es empfiehlt sich also, im Spiel einen Pseudo­namen anzugeben.

Weitere Einzel­heiten im Podcast mit Rechts­anwalt Swen Walen­towski von der Deutschen Anwaltaus­kunft.

Rechtsgebiete
Straf- und Strafverfahrensrecht

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