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Ab wann benötige ich Winter­reifen?

"Von Oktober bis Ostern"- so lautet die Faust­regel für Winter­reifen auf deutschen Straßen. Aller­dings: Autofahrer sorgen mit einem frühen Aufziehen der Winter­reifen für Sicherheit - einen gesetz­lichen Stichtag dafür gibt es nicht. Bei falschen Reifen drohen Bußgeld und Punkte.

Die Straßenver­kehrs­ordnung kennt keinen bestimmten Zeitraum im Kalender, in dem Winter­be­reifung vorge­schrieben ist. Es herrscht "situative Winter­rei­fen­pflicht". "Die Bereifung ist also abhängig von den tatsächlichen Straßenverhältnissen. Herrschen Glatteis, Schneeglätte, Schnee­matsch oder Reifglätte, darf ein Kraft­fahrzeug nur gefahren werden, wenn es die erfor­der­lichen Reifen besitzt", so Rechts­an­wal­tSwen Walen­towski, Sprecher der Deutschen Anwaltaus­kunft.

Wer bei derar­tigen Wetter­verhältnissen mit Sommer­reifen fährt, riskiere bei einer Kontrolle durch die Polizei ein Bußgeld von mindestens 60 Euro und einen Punkt in Flensburg. Behindert der sommer­be­reifte Autofahrer den Verkehr oder verur­sacht er gar einen Unfall, falle die Strafe höher aus.

Bei einem Unfall können sich falsche Reifen auch auf die Haftung auswirken. Einem Autofahrer, der bei Schnee mit Sommer­reifen unterwegs ist, kann eine Mitschuld am Unfall zugesprochen werden - egal, ob er Unfall­ve­rur­sacher oder Geschädigter ist. Die jeweilige Versi­cherung übernimmt dann möglicher­weise nicht den kompletten Schaden.

Mehr dazu im Podcast der Deutschen Anwaltaus­kunft mit Rechts­anwalt Swen Walen­towski.

Rechtsgebiete
Verkehrsrecht

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