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Garten im Herbst

Laub gehört in die Biotonne oder in den Grünabfall

Einmal weggepustet und ab in den Biomüll. © Quelle: Fälchle/ fotolia.com

Der Herbst zieht wieder über das Land: Berge mit bunten Blättern haben sich auf Straßen, Gehwegen und in heimi­schen Gärten verteilt. Manch ein Hobbygärtner fragt sich, wohin damit.

Laub von Fahrbahnen und Bürgersteigen müssen Anlieger selbst besei­tigen, wenn sie auch sonst für die Reinigung dieser Flächen verant­wortlich sind. Die

öffent­lichen Straßenbereiche fallen dagegen in den Aufga­ben­be­reich

der kommu­nalen Straßenrei­ni­gungs­un­ter­nehmen. Darauf weist der Verband

kommu­naler Unter­nehmen (VKU) in Berlin hin. Würde das Laub auf

Straßen, Rad- und Gehwegen liegen bleiben, könnte es dadurch zu

Unfällen kommen.

Städtische Angebote nutzen

Privat­leute, die Laub entsorgen wollen oder müssen, können es in

vielen Städten und Gemeinden bei einer Grünabfall­sammlung abgeben.

Der Vorteil ist: Die dortigen Kompo­st­an­lagen töten Schädlinge,

Bakterien, Viren und andere Mikro­or­ga­nismen ab, die im Laub stecken.

Das erklärte Tim Hermann vom Umwelt­bun­desamt in Dessau-Roßlau dem

dpa-Themen­dienst. Verbraucher müssen sich aber vorher erkun­digen, ob

die Kompo­st­an­lagen das Laub kostenlos annehmen.

Grundsätzlich gehört Laubabfall in die Biotonne. Weil die aber im

Herbst schnell voll ist, können Hobbygärtner das Laub auf einem

eigenen Kompost zwischen­lagern und nach und nach im Biomüll

entsorgen. Manche Städte und Gemeinden haben aber weder Biotonne noch

Grünabfall­sammlung. Dort sei die Entsorgung im Restmüll erlaubt,

sagte der Experte.

Laub darf nicht im Wald entsorgt werden

Wer Laub und andere Gartenabfälle im Wald ablädt, handelt dagegen

rechts­widrig und muss mit einem Bußgeld rechnen. «Illegale

Müllent­sorgung ist eine Ordnungs­wid­rigkeit», erläuterte Hermann.

Landet das Laub aus dem Garten im Wald, droht eine Überdüngung, weil

die Bäume dort ebenfalls ihre Blätter verlieren. Außerdem

unter­scheiden sich die Arten in Wald und Garten meist, so dass sich

in diesem Fall im Wald die Gartenschädlinge ausbreiten könnten. Sie

haben dann die Möglichkeit, sich ungehindert weiter­zu­ver­breiten.

Laub sollte nicht nur aus ästheti­schen Gründen einge­sammelt werden,

sondern auch aus prakti­schen: Bleibt nasses Laub zu lange auf dem

Rasen liegen, kann dieser Schaden nehmen. Darauf weist die

Landwirt­schafts­kammer Nordrhein-Westfalen hin: Das Gras stirbt

dadurch schnell ab und wird fleckig.

Themen
Eigentum Garten Herbst

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