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Hausbau

Perfekter Bauvertrag: der 10-Punkte-Plan

Bauvorhaben sind umfangreich. Umso wichtiger sind Bauverträge. Hier finden Sie einen 10-Punkte-Plan. © Quelle: Marotta/gettyimages.de

Wer heute baut, braucht einen Bauvertrag. Die Arbeits­ge­mein­schaft Bau- und Immobi­li­en­recht im Deutschen Anwalt­verein hat einen 10-Punkte-Plan für den perfekten Bauvertrag vorgelegt.

Das derzeit geltende Vertragsrecht wimmelt nur so vor Stolperfallen. Daher hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) im September einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der besondere Regelungen für Bauprofis und einen besseren Schutz privater Bauherren vorsieht. Allerdings gilt das neue Gesetz voraussichtlich erst ab 2017. Bis dahin müssen alle am Bau Beteiligten weiterhin nach derzeitiger Rechtslage bauen. Damit dies möglichst störungsfrei gelingt, hat die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht nun einen 10-Punkte-Plan zum Bauvertrag vorgelegt. 

Leitfaden zum Bau auf recht­lichem Fundement

Baube­tei­ligte finden in dem Leitfaden Infor­ma­tionen und konkrete Handrei­chungen, um dem eigenen Bauvor­haben ein gutes recht­liches Fundament zu geben. Denn ein Bauvertrag sollte alle Punkte regeln, die für die planungsgemäße Abwicklung des Bauvor­habens relevant sein könnten – unabhängig davon, ob ein privater Bauherr einen Winter­garten anbauen oder ein gewerb­licher Bauun­ter­nehmer ein Wohn- und Geschäftshaus im Wert von mehreren Millionen Euro errichten möchte. 

„Einen Gebraucht­wagen können Sie anschauen und auspro­bieren, bevor Sie den Kaufvertrag unter­zeichnen. Im Gegensatz dazu existiert das Objekt eines Bauver­trags noch nicht und Sie geben sehr viel Geld für etwas aus, das nur auf dem Papier existiert. Das ist mit vielen Risiken und Unwägbarkeiten verbunden“, erläutert Dr. Birgit Franz, Vorstands­mit­glied der ARGE Baurecht. „Daher sollten Bauherren Verträge vor Abschluss sorgfältig prüfen lassen.“ 

Häufigste Probleme: unrea­lis­tische Planung, ungenaue Leistungs­be­schreibung

Nach den Erfahrungen der Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht führen die immer gleichen Punkte zu Problemen. Dazu gehören unrealistische Planungen, ungenaue Leistungsbeschreibungen oder fehlende Regelungen, wie mit unvorhergesehenen Ereignissen umzugehen ist. „Der Baugrund entpuppt sich als nicht tragfähig, ein Vertragspartner gerät in Verzug, das Wetter spielt nicht mit… Auf einer Baustelle passieren fast immer Dinge, die nicht geplant waren. Ein Bauvertrag sollte den Umgang damit regeln“, so Franz. 

Der Leitfaden der ARGE Baurecht enthält weitere Punkte, die bei Vorbe­reitung und Abschluss von Bauverträgen berücksichtigt werden sollten. „Wer diese 10 kriti­schen Punkte so präzise wie möglich abarbeitet, hat gute Chancen auf einen störungs­armen Bauverlauf – jedoch keine Garantie“, konsta­tiert Baurechtsanwältin Franz. „Daher raten wir allen Baube­tei­ligten, Verträge und Leistungs­ver­zeich­nisse von einem Baurechts­ex­perten prüfen zu lassen. Die im Vergleich zu den Gesamt­kosten geringen Gebühren sind gut inves­tiert.“

Download: Der Leitfaden

Den Leitfaden können Sie hier herunterladen, zur freien Verfügung unter Nennung der Quelle.

Gerne vermitteln wir Ihnen auch einen Interview-Termin mit einem Experten der ARGE Baurecht.

Themen
Bauherr Bauplanung Bauprojekt

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