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Eigenheim

Baumängel: So reagieren Sie richtig

Nicht immer lassen Baumängel sich auf den ersten Blick erkennen. © Quelle: panthertubi/ panthermedia.net

Baumängel können Eigen­heime zerstören und die Nerven des Bauherren ruinieren. Wer dauer­haften Ärger vermeiden will, sollte souverän mit Mängeln umgehen – vor und nach dem Einzug.

Mit dem Bau eines eigenen Hauses verwirk­licht sich für viele Menschen ein Lebens­traum. Umso ärgerlicher ist es, wenn noch vor dem Einzug der Putz bröckelt oder nach wenigen Wochen die Heizung leckt. Die meisten Bauherren haben früher oder später mit Mängeln an ihrem Haus zu kämpfen. Diese Probleme sind nicht immer so drama­tisch wie die Extremfälle aus einschlägigen TV-Serien: verzwei­felte Familien, die in durch Baupfusch zerstörte Ruinen einziehen müssen. Aber auch kleinere Defekte können die Freude an den eigenen vier Wänden nehmen – und teuer werden.

Mängel immer protokollieren

Bauherren müssen Mängel keineswegs hinnehmen und können vom ausführenden Handwerker eine kostenlose Ausbes­serung verlangen. Wichtig ist, dass alle Mängel sorgfältig dokumen­tiert werden. Deshalb sollten Bauherren schon vor dem Einzug eine förmliche Abnahme verlangen. Entdecken sie Mängel, werden diese in einem Protokoll dokumen­tiert. Darin werden alle direkt bei der Begut­achtung der Arbeit oder der Begehung der Baustelle gefun­denen Mängel aufge­listet. Sind diese gravierend, sollte die Leistung nicht akzep­tiert werden – der Bau wird nicht abgenommen.

Gewährleistung bis zu fünf Jahre

Auch nach der Bauab­nahme können Hausherren Mängel kostenlos ausbessern lassen. Dabei müssen sie an zwei Dinge denken: Der Handwerker muss schriftlich infor­miert werden, und es muss ihm eine Frist gesetzt werden.
 Die im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelte Gewährleis­tungs­frist beginnt mit der Abnahme der Arbeit des Handwerkers. Sie dauert im Normalfall fünf Jahre, wenn große Leistungen damit verbunden sind wie ein Neubau oder eine Sanierung. Wird etwas nur repariert, ein Teil ausge­tauscht oder gewartet, läuft die Frist zwei Jahre. 
In dieser Zeit nach der Abnahme haben Hausbe­sitzer die Möglichkeit, Mängel beim Hausbau auszu­machen und kostenlos beheben zu lassen. Daher sollten sie auch in dieser Zeit regelmäßig auf Fehler­suche gehen. Der Hausbe­sitzer muss den Mangel schriftlich rügen und dem Handwerker eine angemessene Frist zu Besei­tigung einräumen.


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Bauherr Baumangel Bauprojekt

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