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Hausanwalt

Der beste Anwalt für Ihren Betrieb

Steht Ihrem Unternehmen in rechtlichen Fragen zu Seite: Der Hausanwalt. © Quelle: dotshock/ berlinrob/ panthermedia.net

Unternehmer kleiner Firmen sollten einen Hausanwalt haben, der sie laufend berät und auch im Streitfall vertritt. Die Deutsche Anwalt­auskunft verrät, wie Sie den besten finden.

Über eine Million Handwerks­be­triebe in Deutschland bieten ihre Dienste an. Vom Einzel­kämpfer bis zu Firmen mit mehreren hundert Beschäf­tigten gehören sie zum Kern der klein- und mittel­stän­dischen Unternehmen (KMU). Häufig schon seit Genera­tionen als Famili­en­betrieb geführt, sind die meisten Unternehmer in Rechts­fragen nicht so cool wie Leiter großer Industrie­ein­heiten. Deshalb ist es für Handwerker und andere KMUs so wichtig, profes­sio­nellen juristischen Beistand zu haben. Von der einfachen Frage, über Verträge, Gewerberecht, Urheberrecht, Arbeitsrecht bis hin zu Steuer­themen und zur Betriebs­nachfolge sollten sie schnell und unbüro­kratisch auf einen Experten zurück­greifen können.

Aber anders als beim Steuer­berater, den jeder Betrieb hat, versuchen viele Handwerks­un­ter­nehmer, möglichst lange ohne Rechts­anwalt auszukommen. „Doch dieser Ansatz wird meistens viel teurer“, warnt Professor Dr. Wolfgang Ewer, Präsident des Deutschen Anwalt­vereins (DAV) in Berlin. Er rät jedem Betrieb, einen Hausanwalt zu haben, der frühzeitig eingeschaltet Ärger und Kosten zu vermeiden hilft.

Hausanwalt finden

Die Suche nach dem passenden Anwalt für Handwer­kerund KMU ist freilich nicht ganz einfach. Der häufigste Weg der Kontakt­aufnahme bei Handwerkern und anderen KMUs ist der über eine Empfehlung von Kollegen, aber auch die Suche im Internet über anwalt­auskunft.de, die Profibörse des Deutschen Anwalt­vereins, mit rund 67.000 engagierten Rechts­an­wäl­tinnen und Rechts­an­wälten, führt zu passenden juristischen Experten.

In welchen Bereichen sie besonders spezia­lisiert sind, erkennen Unternehmer an diesen Merkmalen bei der Anwaltsuche, die alle bei anwalt­auskunft.de ausgewiesen sind:

  • Tätigkeitsbereiche. Hier gibt der Experte an, welche Rechtsbereiche ihn besonders beschäftigen und in denen er gut helfen kann oder in denen er vor allem Mandanten vertritt.
  • Fachanwalt. In 20 Bereichen können sich Anwälte zum Fachanwalt qualifizieren. Ein aufwendiges, kontrolliertes Verfahren, bei dem sie sehr viel Erfahrung, weit über Studium und Referendarzeit hinaus, nachweisen müssen. Für Handwerk und KMUs besonders wichtige Fachanwaltsgebiete: Steuerrecht, Verwaltungsrecht, Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, gewerblicher Rechtsschutz, Handels- und Gesellschaftsrecht, Miet- und Wohnraumrecht sowie Familienrecht.
  • Fortbildung. So wie Handwerker und andere KMU-Unternehmer in ihrer Branche ständig auf dem Laufenden sein sollten, bilden sich auch viele Anwälte ständig fort. Der Deutsche Anwaltverein fördert dies und setzt bei anwaltauskunft.de ein Logo hierfür zu den Kontaktdaten der Anwälte, die sich so weiterqualifizieren.
Besonders wichtig: Arbeitsrecht

Ein gutes Beispiel für den Beratungs­bedarf von Handwerkern und anderen KMU-Unternehmern ist das Arbeitsrecht. Denn in den kleinen Betrieben ist in der Regel der Unternehmer auch der Chef, der nicht so schnell einen Mitarbeiter abmahnt oder gar kündigt. Doch wenn ihn jemand zu sehr nervt, geht es auch mal emotional zu   – rechtlich hochge­fährlich im Arbeitsrecht. Ein kleiner Fehlerkann vor Gericht tausende Euro Lohnnach­zahlung und Abfindung kosten – also lieber gleich zum Experten.

„Am besten testet der Betrieb einen künftigen Mitarbei­terschon im Vorfeld“, rät Professor Dr. Jobst-Hubertus Bauer, Mitglied der Arbeits­ge­mein­schaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwalt­verein. „Ein gründliches Bewerbungs­ge­spräch mit allen zulässigen Fragen hilft schonmal abzuklopfen, ob der Kandidat in die Firma passt“, weiß der Fachanwalt für Arbeitsrecht in Stuttgart. Soll der Neue länger getestet werden oder ist die Auftragslage nicht stabil, kann ihn der Betrieb bis zu zwei Jahre befristet einstellen.

Aber auch wenn Mitarbei­ter­un­be­fristet beschäftigt sind, kann sich der Betrieb von ihnen trennen. Beim Auftrags­einbruch etwa mit einer betriebs­be­dingten Kündigung. „In Firmen mit bis zu zehn Mitarbeitern darf der Chef frei auswählen, wen er zuerst entlässt“, so Bauer. „In größeren Betrieben muss er Kriterien aufstellen, die zum Beispiel  ältere Mitarbeiter nicht benach­teiligen, damit die Auswahl nach dem Kündigungs­schutz­gesetz sozial ausgewogen ist. Das bedeutet aber für Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern nicht, dass hier willkürliche Kündigungen zulässig sind“, warnt Bauer. „Auch sie müssen nach Treu und Glauben eine möglichst faire Auswahl treffen.“ Der Rat des versierten Anwalts hilft dabei, die rechtlich und menschlich richtige Entscheidung zu treffen.

Guter Rat ist nicht teuer

Ob im Arbeitsrecht oder in anderen Rechts­ge­bieten – der gute anwaltliche Rat ist nicht teuer. Das Honorar des Experten für außerge­richtliche Hilfe ist frei vereinbar, für Gerichts­ver­fahren regelt grundsätzlich das Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­gesetz die Gebühren. „Das ist sehr transparent und fair“, so DAV-Präsident Wolfgang Ewer. Und Handwerker sollten ruhig vorab nach dem Preis fragen, ermuntert er die KMU-Unternehmer. „So wie etwa ein Kunde seinen Parkettleger fragt, wie viel er kostet, so kann und sollte auch der Handwerker offen mit seinem Anwalt übers Honorar sprechen.“ Beim Hausanwalt schließlich, empfiehlt Ewer, nach etwa einem halben Jahr ein monatliches Pauschal­honorar für die außerge­richtliche Beratung zu vereinbaren: „Das hat den großen Charme, dass der Handwerk­erwirklich alle Rechts­fragen frei vom Blick aufs Einzel­honorar umgehend stellt.“       

Datum
Aktualisiert am
20.01.2016
Autor
Harald Klein
Bewertungen
2739
Themen
Existenz­gründung Firmen­gründung Gewerbe Handwerk

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