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Unister-Insolvenz: Was Urlauber jetzt wissen müssen

Unister-Pleite: Errhalten Urlauber das Geld für ihre bereits gebuchten Reisen zurück? © Quelle: Simoni/corbisimages.com

Die Insolvenz des Internetunternehmens Unister wirft viele Fragen bei Verbrauchern auf. Neben dem Tochterunternehmen und Reiseveranstalter Urlaubstours GmbH hat mittlerweile auch die Reisetochter Unister Travel Betriebsgesellschaft Insolvenz angemeldet, zu ihr gehört die Betreiberfirma von ab-in-den-urlaub.de. Was bedeutet dies für Urlauber und ihre darüber gebuchten und bezahlten Reisen? Die wichtigsten Fragen zu Insolvenzen im Tourismus.

Nach der Insolvenz des Internetunternehmens Unister hat der vorläufige Unister-Insolvenzverwalter Lucas Flöther mitgeteilt, dass gebuchte Reisen von Urlaubstours durchgeführt würden. Probleme gibt es derzeit aber mit Reise-Gutscheinen, die vor dem 20. Juli von einem Tochterunternehmen der Unister Travel, der U-Deals GmbH, erworben wurden.

Insolvenz von Unister: Was geschieht bei gebuchten Pauschalurlauben?

Hier haben Reisende Glück im Unglück. Denn buchen sie eine Pauschalreise, bekommen sie einen Reisesicherungsschein und sind so im Falle einer Insolvenz des Veranstalters abgesichert. Wichtig: nicht zahlen, solange dieser Nachweis nicht erbracht ist. So abgesichert sind Reisende auch, wenn sie den Pauschalurlaub über einen Reisevermittler gebucht haben.

Tourismus: Wie geht man im Falle einer Insolvenz des Reiseunternehmens vor?

Tritt nun tatsächlich der Insolvenz-Fall ein, wenden sich Betroffene direkt an den Versicherer. Man sollte die Aufwendungen dokumentieren. Das heißt, man reicht dem Versicherer etwa Quittungen über schon gezahlte Leistungen ein - wie auch bei anderen Versicherungen üblich.

Insolventes Reiseunternehmen: Was geschieht, wenn man nur ein Hotel gebucht hat?

Dann ist Ärger vorprogrammiert. Denn wurde nur das Hotel gebucht - nicht als Paket etwa mit einem Flug - besteht keine Insolvenzabsicherungspflicht. Daher wichtig: nicht alles im Voraus zahlen.

Reiseunternehmen pleite: Was passiert, wenn man nur den Flug gebucht habe?

Hier ist es ähnlich wie bei der reinen Hotelbuchung. Es gibt keine Insolvenzsicherungspflicht für Airlines. Und: Laut Bundesgerichtshofs ist es durchaus rechtmäßig, dass bei der Buchung schon der volle Preis gezahlt wird. Abgesichert ist der Reisende nur, wenn er den Flug eben im Paket bucht und so für die Pauschalreise einen Sicherungsschein bekommt. Dann trage der Veranstalter das Insolvenzrisiko der beauftragten Fluggesellschaft.

Was geschieht, wenn man einen Gutschein von einem insolventen Unternehmen hat?

Dann entscheidet der Insolvenzverwalter, was passiert. Er prüft die Insolvenzmasse und wisse so, was eventuell noch ausgezahlt werden kann. Wenn der Insolvenzverwalter also entscheidet, dass Gutscheine nicht ausgezahlt werden können, haben Verbraucher eine geringe Chance, noch an ihr Geld zu kommen. Der vorläufige Unister-Insolvenzverwalter Flöther hat dazu mitgeteilt: „Das Insolvenzrecht lässt uns hier leider keinen Spielraum, die geleisteten Zahlungen fallen in die Insolvenzmasse.“

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Insolvenz Reisen Urlaub Verbraucher

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