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Flugzeu­gab­sturz Ukraine

Angst reicht nicht als Grund für Stornierung

Die Tragödie um die malay­sische Passa­gier­ma­schine in der Ostukraine verun­si­chert viele Flugrei­sende. Doch das Überfliegen eines Krisen­ge­biets recht­fertigt noch keine Gratis-Stornierung. Vielmehr ist dies gängige Praxis.

Dass eine Airline eine Route über ein Krisengebiet wählt, ist kein ausreichender Grund, um einen gebuchten Flug kostenlos stornieren zu können. Darauf weist der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover hin. „Eine diffuse Angst, dass da möglicherweise etwas passieren könnte, reicht den Gerichten als Grund nicht aus“, erklärt Degott. Über Krisengebiete wie Israel, Ägypten oder Afghanistan finde der Flugverkehr schon seit Jahren ohne Zwischenfälle mit Passagiermaschinen statt.

Reisevertrag

Vertrag, durch den sich ein Reise­ver­an­stalter verpflichtet, eine Reise zu organi­sieren und in eigener Verant­wortung dem Reisenden gegenüber eine Gesamtheit von Reise­leis­tungen zu einem einheit­lichen Preis zu erbrin­genDas Reise­ver­trags­recht, das Bestim­mungen zum Schutz des Verbrau­chers enthält, von denen nicht zum Nachteil des Reisenden abgewichen …

„Anders liegt der Fall, wenn eine konkrete Bedrohung bekannt ist, die die Airline ignoriert.“ Unternehmen, die in der aktuellen Situation weiterhin über die Ukraine fliegen wollen, müssten damit rechnen, dass ihre Gäste bei einer Stornierung vor Gericht Recht bekämen.

Viele Airlines meiden den ukrai­ni­schen Luftraum bereits seit einigen Monaten, andere wie die Lufthansa haben angekündigt, ihre Flüge bis auf weiteres umzurouten.

Alle 298 Menschen an Bord der Malaysia-Airlines-Boeing auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur waren am Donnerstag (17. Juli) ums Leben gekommen, darunter 173 Niederländer und 4 Deutsche.

Themen
Flug Reisen

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