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Nach Unfall

Autounfall: Kfz-Versi­cherung hat sechs Wochen Zeit zur Haftungsprüfung

Zwei beschädigte Autos nach einem Unfall © Quelle:Fxquadro/fotolia.de

Nach einem Autounfall haben Kfz-Versi­che­rungen vier bis sechs Wochen Zeit, um zu prüfen, ob und wie sie für einen Schaden haften. Der Zeitraum hängt vom Einzelfall ab. Lässt die Kfz-Versi­cherung die Frist verstreichen, können betroffene Autofahrer mithilfe eines Rechts­an­walts direkt klagen. Was geschieht aber, wenn die Kfz-Versi­cherung dann doch zahlt?

Das Risiko der Klageerhebung trägt die Kfz-Haftpflichtversicherung nach vier bis sechs Wochen selbst. Auch wenn klar ist, dass die Kfz-Versicherung haften muss, kann ein betroffener Autofahrer klagen. Wenn die Kfz-Versicherung die Forderungen anerkennt, nach der Klageerhebung den Schaden reguliert und der Autofahrer die Klage zurücknimmt, muss die Versicherung auch die angefallenen Prozesskosten zahlen. Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert über eine Entscheidung des Landgerichts Koblenz vom 25 April 2016 (AZ: 5 O 72/16).

Autounfall: Vorgaben für die Regulie­rungs­frist für Kfz-Haftpflicht­ver­si­che­rungen

Der spätere Kläger hielt mit seinem Auto vor einer Ampel, da diese auf Rot umsprang. Der Autofahrer hinter ihm fuhr mit seinem Fahrzeug auf, da er unauf­merksam war. Der geschädigte Autofahrer wandte sich nach dem Unfall direkt an einen Rechts­anwalt, der mithilfe eines Gutachtens den Schaden an dem Auto exakt bezif­ferte und die Ansprüche gegenüber der Kfz-Versi­cherung geltend machte. Das geschah Mitte Januar.

Trotz der klaren Sachlage regulierte die Kfz-Versicherung den Schaden nicht. Die Versicherung meinte vielmehr, nicht zu 100 Prozent, sondern nur zu zwei Drittel für den Schaden am Auto haften zu müssen. Der Anwalt des Autofahrers setzte eine erneute Frist und klagte drei Wochen nach der Frist den Schaden ein. Das war Mitte März.

Kfz-Versi­cherung: Klage möglich bei verzögerter Schadens­re­gu­lierung

Die Klage des Autofahrers gegen seine Kfz-Versi­cherung war erfolg­reich. Das Gericht stellte fest, dass die Bearbei­tungszeit von vier bis sechs Wochen Mitte März verstrichen war. Da die Kfz-Versi­cherung den Schaden dann direkt regulierte und zahlte, zog der Kläger die Klage gegen die Kfz-Versi­cherung zurück. Die bis dahin angefal­lenen Kosten musste die Kfz-Versi­cherung aber übernehmen, da sie den Schaden nur schleppend reguliert hatte.

Wie kann ein Rechts­anwalt nach einem Autounfall helfen?

Diese Prüfungs­frist gilt generell. Oft wenden Versi­cherer ein, zunächst einmal Akten­ein­sicht beantragen zu müssen. Dies könne aber Monate dauern. Darauf muss sich niemand einlassen. Schließlich kann die Versi­cherung von ihren Versi­cherten den Sachverhalt erfahren. Hier helfen DAV-Verkehrs­rechtsanwälte, die Inter­essen der Betrof­fenen durch­zu­setzen.

Folgendes beachtet der Anwalt für Sie:

– Bezif­ferung und Geltend­ma­chung der Ansprüche so schnell wie möglich. Erst dann beginnt die Regulie­rungs­frist zu laufen.

– Nach Ablauf von vier bis sechs Wochen kann und sollte zügig Klage erhoben werden, wenn die Versi­cherung nicht reagiert.

DAV-Verkehrs­rechtsanwälte in der Nähe finden Sie in der Anwalts­suche auf dieser Website. Diese helfen Ihnen zügig, die Ansprüche durch­zu­setzen. Die Anwalts­kosten des Unfallopfers muss in der Regel die Gegen­seite zahlen.

Quelle: www.verkehrsrecht.de

Themen
Auto Autounfall Unfall Versicherung

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