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Wohnen

Barrie­re­freiheit beim Bau konkret verein­baren

Bauherren sollten ihre Verträge und Planungen fachlich und rechtlich prüfen lassen. © Quelle: dpa/Peter Steffen

Damit der Rollstuhl hinterher auch wirklich überall fahren kann, muss bei einem Wohnungs­umbau die Barrie­re­freiheit klar definiert werden. Recht­liche Beratung wird empfohlen.

Die Wohnung wird „alten­ge­recht“ saniert und hinterher passt durch keine Tür ein Rollstuhl. Um solch einen Reinfall zu vermeiden, sollten Eigentümer vorab die Barrie­re­freiheit rechts­sicher verein­baren.

Klartext ist dabei unver­zichtbar: Wer einen barrie­re­freien Bau oder einen entspre­chenden Umbau der eigenen vier Wände plant, sollte sich nicht auf schwammige Begriffe wie „barrie­rearm“, „barrie­re­freundlich“, „alten­ge­recht“ oder „senio­ren­ge­recht“ verlassen. Darauf weist Heike Böhmer, geschäftsführende Direk­torin des Instituts für Baufor­schung in Hannover, hin. „Diese Begriffe sind nicht definiert und beschreiben keinen verbind­lichen Standard“, warnt Böhmer.

Begriff „Barrie­refrei“ nicht allge­meingültig

Falsch sei auch, die Beschreibung „barrie­refrei“ als allge­meingültig zu verstehen und wichtige Details beim Bau oder Umbau nicht mit dem Bauträger vertraglich zu verein­baren. Sinnvoll sei in den meisten Fällen, sich vor Entschei­dungen und Beauf­tra­gungen von unabhängigen Experten beraten zu lassen. Verträge und Planungen sollten von ihnen fachlich und rechtlich geprüft werden, rät Böhmer.

Besonders bei älteren Gebäuden stoßen Berater und Planer wegen der baulichen Gegeben­heiten manchmal an die Grenzen des Machbaren. Aber auch dann seien Optimie­rungen möglich, die den Anfor­de­rungen der Nutzer entsprechen. Man spreche dann als Kompro­misslösung von einer Barrie­re­re­du­zierung, so Böhmer.

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Bauherr Bauplanung Bauprojekt Behinderte

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