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Internethandel

Wer nicht liefert, haftet

Ausverkauf im Hoselager - aber die Ware muss beim Käufer auch ankommen. Quelle: maxoidos/ fotolia.com

Dann und wann bieten Internetauktionsplattformen tolle Schnäppchen. Die Verkäufer dieser Schnäppchen sollten sie aber auch liefern können, denn sonst müssen sie den Käufern Schadensersatz zahlen.

Was für ein Deal: 10.000 schicke Hosen erwarb ein Käufer über eine Internetauktionsplattform und zahlte dafür schlappe 20.000 Euro. Kurz nach dem Zuschlag aber teilte der Verkäufer ihm mit, die Ware sei inzwischen an jemand anderen verkauft worden und nicht mehr lieferbar. Der Bruder des Verkäufers habe nach einem Wasserschaden die Hosen ohne Kenntnis des Verkäufers weiterverkauft.

Dubiose Erklärung

Diese etwas dubiose Erklärung interessierte den Käufer aber wenig. Er verlangte vom Verkäufer rund 10.000 Euro entgangenen Gewinn als Schadensersatz. Schließlich hätte er die Hosen für 30.000 Euro weiterverkaufen können. Der Verkäufer war dagegen der Meinung, er habe keinerlei vertragliche Pflichten verletzt. Schließlich könne er nichts dafür, dass sein Bruder die Hosen weiterverkauft habe.

Das Landgericht in bayrischen Coburg bestätigte die Klage des Käufers in allen Punkten. Durch den Kaufvertrag hätte der Verkäufer die Verpflichtung übernommen, aus einem bestehenden Vorrat zu liefern. Er müsse auch verantworten, wenn eine Lieferung unmöglich sei und seinen Betrieb so organisieren, dass er nichts verkaufe, das bestehenden Verträgen widersprechen, würde (AZ: 14 O 298/12).

Themen
Handel Internet Kaufen Schadensersatz
Datum
Autor
red
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