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Betrug

Abofalle im Internet: Das sind Ihre Rechte bei Widerruf

Ein paar falsche Klicks, und schon ist es passiert: Die Abofalle schnappt zu. © Quelle: ericb007/gettyimages.de

Das Gewinn­spiel klingt verlo­ckend, die Anmeldung ist schnell ausgefüllt und schon ist es zu spät: Man ist in eine sogenannte Abofalle getappt und hat unwis­sentlich einen kosten­pflich­tigen Vertrag abgeschlossen. Wir erklären, was Sie nun tun müssen und wie Sie mit Abofallen am besten umgehen.

Zahlungs­auf­for­derung und Vertrag schriftlich wider­sprechen In einem aktuellen Fall lockte zum Beispiel ein Anbieter mit einer Malediven-Reise als Preis eines kosten­losen Gewinn­spiels. Nachdem der Nutzer sich regis­triert hatte, verschickte das Portal eine Zahlungs­auf­for­derung über 576 Euro für eine vorgeb­liche Zwei-Jahres-Mitglied­schaft.

Die gute Nachricht: Gegen solche Abofallen können Sie sich wehren. Nutzer sollten zwar nicht einfach zahlen, die Nachrichten und Zahlungs­auf­for­de­rungen der entspre­chenden Unter­nehmen aber auch nicht ignorieren. Erhalten Sie eine Zahlungs­auf­for­derung, sollten Sie dieser wider­sprechen und den Vertrag wider­rufen, beides schriftlich und am besten per E-Mail.

Abofallen: „Zahlungs­pflichtig bestellen“-Button vorhanden?

Bei oben genanntem Beispiel ist zwar im Grunde kein Vertrag zustanden gekommen, weil der gesetzlich vorge­schriebene Button «zahlungs­pflichtig bestellen» fehlte. Dennoch sollten Opfer dieser Abofalle den vermeint­lichen Vertrag wider­rufen und dabei explizit auf den fehlenden Zahlungs­button verweisen. Buttons mit dem Inhalt «Anmelden» sind ebenfalls nicht geset­zes­konform.

Klein­ge­drucktes prüfen

Schriftlich wider­rufen sollten Nutzer auch Abofallen, bei denen zwar korrekte Zahlungs­buttons vorhanden waren, aber nur im Klein­ge­druckten darauf hinge­wiesen wurden, dass man ein Abo abschließt. Verbraucher können in diesem Fall den Vertrag wegen Täuschung wider­rufen.

Um grundsätzlich Ärger mit solchen Betrugs­ma­schen zu vermeiden, sollten Inter­n­et­nutzer Webseiten besser ganz genau prüfen, bevor sie sich mit persönlichen Daten anmelden. Vor allem in Fällen, in denen die Leistung als kostenlos beworben wird, ist Vorsicht geboten: Es kann sich um eine Abofalle handeln.

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