Anwältin/Anwalt finden!

Merkzettel

Es befinden sich noch keine Anwälte in Ihrer Merkliste.

Betäubungs­mittel
Cannabis: Was erlaubt ist

Beim Einsatz von THC als Arznei­mittel für Schwer­kranke gibt es juris­tische Fortschritte. Seit März 2017 ist es Ärzten in Deutschland erlaubt, Patienten Cannabis auf Rezept zu verschreiben. Eine Sonder­ge­neh­migung ist nicht mehr notwendig. Zeit für einen Blick auf geltendes Recht zum Anbau, Konsum und Mitführen von Cannabis.

Seite 7 von 13

Kinder im OP
Ärztlicher Eingriff bei Kind nur mit Zustimmung beider Eltern?

Wird bei einem Kind ein ärztlicher Eingriff nötig, müssen die sorge­be­rech­tigten Eltern einwil­ligen. Aber müssen immer beide zustimmen? Die Arbeits­ge­mein­schaft Medizin­recht des Deutschen Anwalts­vereins (DAV) infor­miert, dass es davon Ausnahmen gibt, und verweist auf eine Entscheidung des Oberlan­des­ge­richts Hamm vom 29. September 2015 (AZ: 26 U 1/15).

Arzthaftung
Hautkrebs nicht erkannt: Schmer­zensgeld wegen Behand­lungs­fehler?

Patienten haben Anspruch auf Schadensersatz und Schmer­zensgeld, wenn dem Arzt ein Fehler unterläuft. Dies sind die Grundsätze der Arzthaftung. Voraus­setzung ist, dass ein grober Behand­lungs­fehler vorliegt. Bei einer späteren Gesund­heits­ver­schlech­terung bis hin zum Tod muss der Patient ohne den Behand­lungs­fehler die zumindest hypothe­tische Chance gehabt haben, geheilt zu werden.

Plastik im Schoko­riegel
Rückruf von Mars, Snickers und Co.: Das müssen Verbraucher wissen

Gestern startete in über 50 Ländern ein riesiger Rückruf von Produkten des US-Herstellers Mars. Der Grund: Ein Kunde hatte Plastik­teilchen in einem Schoko­riegel des Unter­nehmens gefunden. Was Verbraucher jetzt wissen müssen, erklärt die Deutsche Anwaltaus­kunft.

Drohende Honorarkürzung
Ärzte müssen Fortbildung nachweisen

Für Ärzte gibt es eine Fortbil­dungs­pflicht. Sie müssen in Fünf-Jahres-Zeiträumen nachweisen, dass sie sich ausrei­chend fortge­bildet haben. Tun sie dies nicht, ist die kassenärztliche Verei­nigung verpflichtet, ihr Honorar zu kürzen.

Gefährdung
Schmer­zensgeld für rechts­widrige Zwangs­ein­weisung in Psych­iatrie?

Eine psychische Erkrankung allein recht­fertigt noch nicht die Unter­bringung in einer psych­ia­tri­schen Klinik gegen den Willen des Patienten. Kommt dann auch noch eine zwangs­weise medikamentöse Behandlung dazu, hat der Patient Anspruch auf Schmer­zensgeld. Kann den Ärzten bei der Zwangs­ein­weisung oder der medikamentösen Behandlung eine Pflicht­ver­letzung nachge­wiesen werden, haften sie.

Geburt
Schul­terdy­stokie bei Geburt nicht erkannt: Grober Behand­lungs­fehler?

Ist ein Embryo unverhältnismäßig groß, spricht man von einer Makro­somie. Diese kann bei der Geburt zu einer Schul­terdy­stokie führen. Dabei handelt es sich um eine nach der Geburt des Babykopfes auftre­tende Schul­ter­stellung, die dazu führt, dass die Schultern im Becken der Mutter stecken­bleiben. Erkennt der geburts­be­glei­tende Arzt in einem solchen Fall die Schul­terdy­stokie nicht, kann dies ein grober Diagnose- und Behand­lungs­fehler sein.

Behandlungsfehler
Recht auf Einsicht in Patien­tenakte?

Wer einen Behand­lungs­fehler nachweisen will, muss auch in die Unter­lagen seines Arztes schauen können. Diesen Anspruch kann man an seine Kranken­kasse weiter­geben. Kann aber der Arzt dies verweigern, weil noch nicht alle Rechnungen bezahlt sind?

Arzthaftung
Behand­lungs­fehler mit Handyfoto nachweisen?

Einen ärztlichen Behand­lungs­fehler im Nachhinein nachzu­weisen, ist für einen medizi­ni­schen Laien nicht einfach. Bei äußerlich sicht­baren Veränderungen kann unter Umständen eine Aufnahme mit dem Handy helfen.

Schweigepflicht
Nach Unfall: Auskunft im Krankenhaus nur für Famili­en­angehörige?

Es ist einer der Anrufe, die jeder fürchtet: Ein Krankenhaus oder die Polizei meldet sich und infor­miert einen darüber, dass der Partner oder ein Angehöriger einen Unfall hatte und schwer verletzt in der Klinik liegt. Viele wollen dann sofort erfahren, wie es dem Unfallopfer geht und was sie tun können. Vor dem Kranken­zimmer kommt dann womöglich die Ernüchterung – wenn die Ärzte keine Auskunft geben. Wer darf überhaupt etwas über den Gesund­heits­zu­stand eines Patienten erfahren?

Seite 7 von 13