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Welche Rechte haben Zeitungs­a­bon­nenten?

Liegt die Zeitung mal nicht im Briefkasten, fällt die morgendliche Zeitungslektüre aus - und Abonnenten haben gegebenenfalls Ansprüche. © Quelle: ImageSource/gettyimages.de

Die regionale Tages­zeitung gehört in vielen Haushalten genauso zum Frühstück dazu wie Kaffee, Brot und Marmelade. Da ist es am einfachsten, wenn man die Zeitung abonniert und sie sich frei Haus liefern lässt. Aber nicht nur Tages­zei­tungen, auch Magazine über Politik, Sport, Hobby und andere Themen werden gerne abonniert. Damit bindet man sich aller­dings für einen längeren Zeitraum. Seine Rechte als Kunde zu kennen, ist dann Gold wert.

Jeden Samstag flattert es ins Haus, das abonnierte Lieblings­ma­gazin. Bei manchen Menschen ist es sogar Teil eines Woche­n­en­dri­tuals: Mit einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wein und einer spannenden Zeitschrift lässt es sich wunderbar entspannen. Umso ärgerlicher ist es da, wenn die Zeitschrift beschädigt, zu spät oder gar nicht kommt. Welche Rechte hat man in solch einem Fall als Zeitungs­a­bonnent?

Zeitungs­a­bon­nement: Widerruf nur teilweise möglich

Je nachdem, wie der Abovertrag geschlossen wurde, haben Verbraucher ein Widerrufsrecht von zwei Wochen. Das ist dann der Fall, wenn sie die Zeitung oder Zeitschrift telefonisch, im Internet, per Post zum Beispiel durch Rücksendung einer Antwortkarte oder bei einem Promoter auf der Straße abonniert haben. Schließt man den Vertrag allerdings direkt in einer Niederlassung des Verlags, ist ein Widerruf nicht möglich.

Mindest­ver­trags­laufzeit: Maximal zwei Jahre erlaubt

Wer es sich zu einem späteren Zeitpunkt anders überlegt, sollte wissen: Ein Zeitungsabo ist kein Vertrag für die Ewigkeit. „Grundsätzlich darf man jederzeit ordentlich kündigen“, sagt Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler vom Forum Junge Anwaltschaft im Deutschen Anwaltverein (DAV). Die entsprechenden Fristen seien in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Abovertrags zu finden.

„Wichtig ist: Beim Erstbezug der Zeitschrift darf die Mindest­laufzeit nicht länger als zwei Jahre betragen. Die ordent­liche Kündigungs­frist darf drei Monate nicht überschreiten“, fügt Rechtsanwältin Schei­beler hinzu. Andern­falls sei die Verein­barung über die Kündigungs­frist rechts­widrig.

Verspätete Lieferung: Möglicher­weise Geld zurück

Nun kommt es vor, dass ein Abonnent den Vertrag eigentlich nicht auflösen will, die Zeitung oder Zeitschrift aber immer wieder verspätet ankommt. Bei einem Monats­ma­gazin mag eine Verspätung von einem oder zwei Tagen nicht tragisch sein, eine Tages­zeitung ist dann aber wertlos. In solchen Fällen kann der Abonnent, abhängig von den Umständen der Verspätung, sein Geld für die verspätet erhaltene Ausgabe zurück verlangen. Aller­dings dürfte es nicht immer einfach sein, eine Verspätung nachzu­weisen.

Zeitung geklaut? Verant­wortung liegt beim Abonnenten

Liegt die Zeitung nicht im Brief­kasten oder in der Zeitungs­rolle, kann es natürlich auch sein, dass der Zusteller sie zwar ordnungsgemäß geliefert hat, sich aber schon ein Nachbar oder ein Passant bedient hat. „Ist der Brief­kasten oder die Zeitungs­rolle frei zugänglich, liegt das Risiko beim Abonnenten“, infor­miert Rechtsanwältin Schei­beler. Das gelte auch bei Briefkästen innerhalb des Hauses, solange der Abonnent dem Zusteller keinen Schlüssel überlasse.

Sonderkündigungs­recht bei Preiserhöhung

Ändern sich die Rahmen­be­din­gungen des Vertrags vonseiten des Verlags, haben die Abonnenten in der Regel Sonderkündigungs­rechte. „Das gilt unter anderem bei Preiserhöhungen“, sagt die Rechtsanwältin aus Wuppertal. Diese müssten natürlich verhältnismäßig sein und auf gestiegene Herstel­lungs­kosten – wie Personal- oder Energie­kosten – zurückzuführen sein. Dann müssten die Abonnenten das Recht bekommen, außerordentlich zu kündigen.

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Abo Vertrag Zeitung

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