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Recht oder falsch?!

Unter­schrift: Diese Regeln gelten

Unterschrift: Welche Regeln muss ich einhalten?
© Quelle: DAV

Auch wenn immer weniger Menschen mit der Hand schreiben: Die persönliche Unter­schrift bleibt im Alltag unver­zichtbar. Doch wie genau muss eine rechtsgültige Signatur aussehen?

Die Handschrift stirbt aus. In Zeiten von Smart­phones und Tablets greifen die Menschen immer seltener zum Stift, um sich mitzu­teilen oder Gedanken festzu­halten. In Finnland soll ab 2016 das Schreiben mit der Hand sogar aus den Schulen verschwinden: Die Schüler sollen dort künftig auf einer Computer-Tastatur tippen.

Auch in Deutschland beherrschen viele Schüler die flüssige Schreibschrift nicht mehr. Rechtlich sind handgezeichnete Buchstaben aber nach wie vor unverzichtbar  bei der Unterschrift. Diese ist für viele Schriftstücke, Verträge und Urkunden gesetzlich vorgeschrieben. Wer etwa seinen Miet- oder Arbeitsvertrag kündigen möchte, muss diesen Akt mit seiner Unterschrift besiegeln.

Auch eine Quittung oder eine Bürgschaft sind nur mit Signatur gültig. Bei vielen anderen Dokumenten wird die Schriftform genutzt, obwohl sie rechtlich nicht vorgeschrieben ist, vor allem bei Verträgen.

Unter­schrift muss den Famili­ennamen enthalten

Die Unter­schrift gilt als eindeutige Willens­be­kundung des Unter­zeich­nenden. Deshalb muss aus dem Schriftzug hervor­gehen, von wem er stammt. Der Bundes­ge­richtshof hat detail­liert festgelegt, wie eine gültige Unter­schrift aussieht: Sie muss den vollen Famili­ennamen enthalten, der Vorname alleine reicht nicht aus. Bei dem Schriftzug muss es sich zudem erkennbar um die Wiedergabe eines Namens handeln. Dieser muss zwar nicht vollständig lesbar sein, es müssen aber zumindest Andeu­tungen von Schrift erkennbar sein.

Eine gerade Linie ist ebenso wenig eine Unter­schrift wie ein abstraktes Symbol oder drei Kreuze. Es ist auch nicht erlaubt, mit einem fremden Namen zu unter­schreiben. Mit einem Künstler­namen darf man hingegen zeichnen, wenn dieser allgemein bekannt ist und einen eindeu­tigen Rückschluss auf die Person zulässt.

Wenn der Notar zuschaut, sind auch drei Kreuze erlaubt

Zusam­men­ge­fasst lässt sich festhalten: Wer Rechts­geschäfte tätigen will, sollte auch in Zukunft mit der Hand schreiben können. Denn wo das Gesetz eine Unter­schrift verlangt, muss man mit dem eigenen Namen unter­zeichnen. Eine schludrige Schrift ist dabei durchaus zulässig, bloße Kringel oder Kreuzchen reichen aber nicht aus.

Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme von dieser Regel: Wenn ein Notar die Unterschrift beglaubigt, kann man mit jedem beliebigen Zeichen unterschreiben. Denn Zweifel an der Identität des Unterzeichnenden sind in diesem Fall ausgeschlossen.

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