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Kleingedrucktes

Eine verhängnis­volle Leerstelle

Feudeln, wedeln, wischen - zahlreiche Anbieter vermitteln online Putzfrauen und Putzmänner an private Haushalte. Verbraucher sollten sich die AGB gut anschauen. © Quelle: DAV

In unserer Kolumne Klein­ge­drucktes schreiben wir in loser Folge über kuriose oder ärgerliche Klauseln in Verträgen aller Art. Dieses Mal: Warum Verbraucher manchmal nicht nur über das Klein­ge­druckte stolpern. Zum Verhängnis werden kann Verbrau­chern auch, wenn rechtlich eigentlich vorge­schriebene Vorgaben fehlen.

Das deutsche Recht ist ein weites Feld. Doch es ist struk­tu­riert und klar in seinen Vorgaben. Eine davon lautet: Meldet sich jemand zum Beispiel bei einem Online-Dienst an, muss ihn der Betreiber der Seite darüber aufklären, welche Daten er erhebt. Aber so gut sich diese Vorgabe anhört - in der Praxis kommt es nicht selten vor, dass Online-Dienst­leister darüber nicht infor­mieren. Und das wundert im Jahr eins nach Edward Snowden denn doch.

Snowden hat nicht nur Geheim­nis­verrat im großen Stil begangen, sondern die Menschen mit seinem Tun auch dafür sensi­bi­li­siert, was mit ihren Daten geschehen kann. Zwar sorgen sich nicht alle Menschen darum und stellen ihr Leben öffentlich auf Youtube aus. Doch andere legen noch Wert auf ihr Privat­leben. Wer Herr über seine Daten bleiben will, sollten einige Datenschützer-Weisheiten befolgen. Eine dieser Weisheiten besagt: Vor einer Anmeldung bei einem Inter­net­dienst oder Online-Shop sollte man mit Argus­augen besonders die Bestim­mungen zum Daten­schutz studieren. Entdeckt man dabei, dass der Inter­net­dienst­leister das Thema Daten­schutz ausspart, sollte man misstrauisch werden. Solche Leerstellen können nämlich ein Indiz dafür sein, dass man es mit einem unseriösen oder sogar windigen Anbieter zu tun hat.

Es ist also ratsam, sich die Bestim­mungen zur Daten­si­cherheit gut anzusehen. Meldet man sich einfach so an, könnte das nämlich verhängnisvoll sein. Man könnte mindestens Gefahr laufen, künftig mit Werbung traktiert zu werden. Oder der Anbieter verkauft diese Daten an Dritte, und die übernehmen das Traktieren dann. Verbrau­cherschützer weisen darauf hin, dass Online-Dienst­leister im Klein­ge­druckten auflisten müssen, welche Daten sie erheben und was sie mit diesen Daten vorhaben. Online-Firmen haben also klare Infor­ma­ti­ons­pflichten. Und Verbraucher haben ein infor­ma­tio­nelles Selbst­be­stim­mungs­recht, das sie auch vor recht­lichen Leerstellen schützt. Aller­dings: Sie müssen dieses Recht auch wahrnehmen.

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Internet Kleingedrucktes Verbraucher Vertrag

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