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Betreuung

Kinder bei Tages­mutter gesetzlich unfall­ver­si­chert

Nicht nur in Kitas und Kindergärten sind Kinder bei Unfällen versichert. © Quelle: Image Source/corbisimages.com

Kinder, die Kitas und Kindergärten besuchen, sind über die gesetz­liche Unfall­ver­si­cherung versi­chert. Das gilt auch für Kinder, die von einer Tages­mutter betreut werden. Dieser müssen die Behörden aller­dings die Erlaubnis erteilt haben, Kinder zu betreuen. Das hat das Sozial­ge­richt Düsseldorf entschieden.

In dem Fall, den das Sozialgericht Düsseldorf verhandelt hat, ging es um den Unfall eines inzwischen vier Jahre alten Kindes in der Zeit, in der es bei seiner Tagesmutter war. Das Kind hatte sich mit heißem Tee den Arm verbrüht. Dabei erlitt es so schwere Verletzungen, dass es mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden musste und sogar eine Hauttransplantation notwendig war.

Die Eltern hatten mit der Tagesmutter einen privaten Vertrag abgeschlossen, die Betreuungskosten zahlten die Eltern. Die Unfallkasse NRW hatte einen Arbeitsunfall anerkannt, die gesetzliche Unfallversicherung trug deshalb sämtliche Behandlungskosten, auch die eventueller Folgeschäden. Damit musste die Tagesmutter nicht mehr haften.

Da die Eltern jedoch einen Schmer­zens­geldan­spruch gegen die Tages­mutter durch­setzen wollten, hatten sie gegen die Anerkennung eines Versi­che­rungs­falles geklagt. Sie waren der Ansicht, dass die gesetz­liche Unfall­ver­si­cherung nicht greife, sondern der Fall privat­rechtlich abzuwi­ckeln sei. Erst dann ist es nämlich möglich, auch Schmer­zensgeld zu verlangen.

Gesetz­liche Unfall­ver­si­cherung auch bei Tages­mutter

Das Düsseldorfer Gericht folgte der Argumen­tation der Eltern aber nicht, sondern bestätigte den Schutz des Kindes durch die gesetz­liche Unfall­ver­si­cherung. Da diese greife, sei die Tages­mutter von der Haftung befreit. Das Sozial­ge­setzbuch habe die Kinder­ta­gespflege im Jahr 2005 der gesetz­lichen Unfall­ver­si­cherung unter­stellt. Somit komme es nur darauf an, ob die Betreu­ungs­person eine behördliche Erlaubnis habe. Eine andere Auslegung entspräche nicht dem Sinn und Zweck der Regelung.

Die Regelung trage den geänderten gesell­schaft­lichen Verhältnissen Rechnung. Sie stelle alle Kinder unter den Schutz der gesetz­lichen Unfall­ver­si­cherung, die tagsüber von geeig­neten Personen betreut würden.

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Eltern Familie Kinder Kinderbetreuung Unfall

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