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Schulbildung

Kind geht im Ausland zur Schule: Reise­kosten steuerlich absetzbar?

Quelle: Caiaimage/Sam Edwards/gettyimages.de
Wenn ein Kind im Ausland zur Schule geht, fallen für Familien mitunter hohe Fahrkosten an.
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Einige Berufe, wie zum Beispiel der des Soldaten, sind mit zahlreichen Ortswechseln verbunden. Wollen die Eltern den Kindern häufige Schul­wechsel ersparen, führt das dann zwangsläufig zu einer Trennung der Familie und oft zu hohen Reise­kosten. Gehören diese hohen Fahrt­kosten zu den typischen Kosten der Lebensführung oder sind es außergewöhnliche Belas­tungen und damit steuerlich absetzbar?

Reisekosten, die anfallen, wenn eines der Kinder einer Familie im Ausland zur Schule geht, gehören zu den familienbedingten Aufwendungen, die durch den Familienleistungsausgleich abgegolten sind, sie gehören zu den Kosten der Lebensführung und können steuerlich daher nicht abgesetzt werden, informiert die die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mit Blick auf eine Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 6. Januar 2017 (AZ: 2 K 2360/14).

Hohe Fahrt­kosten durch berufs­be­dingten Ortswechsel – steuerlich absetzbar?

Der Fall: Die Familie musste mehrfach umziehen, da der Vater als Soldat an unter­schied­lichen Stand­orten tätig war. Als die Familie nach drei Jahren in Frank­reich 2013 nach Deutschland zurückkehrte, blieb eine Tochter in Frank­reich, um dort die Schule zu beenden. Ihr sollte ein neuer­licher Schul­wechsel erspart werden. Für die Besuche bei ihrem Kind fielen hohe Fahrt­kosten an, diese wollten die Eltern im Rahmen der Einkom­men­steu­er­ver­an­lagung steuerlich absetzen. Die Eltern machten Fahrt­kosten und Aufwen­dungen für Besuchs­fahrten zu dem Kind in Höhe von 719 Euro als außergewöhnliche Belas­tungen geltend.

Kind in Schule im Ausland: Können Reise­kosten geltend gemacht werden?

Die Tochter benötige die Anbindung an die Eltern und die Familie. Die durch die Besuche bei dem Kind entstan­denen Fahrt­kosten seien nicht die typischen Aufwen­dungen der Lebensführung, sondern außergewöhnliche Belas­tungen: Nur in wenigen Berufen sei ein häufiger Ortswechsel zwingend notwendig.

Das sahen Finanzamt und Gericht anders. Außergewöhnliche Belas­tungen lägen vor, wenn einem Steuer­pflich­tigen zwangsläufig größere Aufwen­dungen als der überwie­genden Mehrzahl vergleich­barer Steuer­pflich­tiger entstünden. Das sei hier nicht der Fall.

Das Gericht betonte, dass dies unabhängig von der Höhe der Kosten etwa für Fahrten gelte.

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Ausbildung Ausland Familie Kinder Schule

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