Anwältin/Anwalt finden!

Merkzettel

Es befinden sich noch keine Anwälte in Ihrer Merkliste.

Familienrecht

Inter­se­xualität: Bundes­ge­richtshof lehnt drittes Geschlecht ab

Quelle: Sami Slert/gettyimages.de
Zwischen Mann und Frau passt laut dem deutschen Gesetzgeber kein drittes Geschlecht.
© Quelle: Sami Slert/gettyimages.de

Wer sich weder als Frau, noch als Mann fühlt, muss sich bisher zumindest der Rechtslage nach für eines von beiden entscheiden. Dagegen klagte eine junge Inter­se­xuelle vor dem Bundes­ge­richtshof.

Eine junge Inter­se­xuelle ist mit ihrem Versuch gescheitert, sich als Geschlecht eine dritte Variante wie "inter" oder "divers" eintragen zu lassen. Der Bundes­ge­richtshof (BGH) sieht die Voraus­set­zungen dafür nicht gegeben. Die klagende Person wurde 1989 als Mädchen in das Gebur­ten­re­gister einge­tragen, sieht sich aber weder als Frau noch als Mann. Die Kampagne will die Entscheidung nicht akzep­tieren und kündigte für Anfang September eine Verfas­sungs­klage an.

Nachträgliches Löschen des Geschlechts aller­dings möglich

Seit November 2013 ist es möglich, das Geschlecht eines Babys offen zu lassen, wenn eine eindeutige Zuordnung nicht möglich ist. Mehr erlaubt das «binäre Geschlech­ter­system» der deutschen Rechts­ordnung nach Auffassung der Karls­ruher Richter aber nicht. Die Schaffung eines weiteren Geschlechts entspreche nicht dem Willen des Gesetz­gebers. Die klagende Person habe aller­dings die Möglichkeit, das Geschlecht «Mädchen» nachträglich aus dem Gebur­ten­re­gister löschen zu lassen. Der BGH bestätigt damit einen Beschluss des Oberlan­des­ge­richts Celle.

Themen
Familie Geburt

Zurück

Anwältin/Anwalt finden!

Merkzettel

Es befinden sich noch keine Anwälte in Ihrer Merkliste.

zur
Startseite