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Nach Trennung

Ex-Partner darf nur die Hälfte vom Konto abheben

Auch nach einer Trennung gilt halbe-halbe beim gemeinsamen Konto. © Quelle: Image Source/corbisimages.com

Gibt es keine andere Verein­barung, sind Ehepartner an einem gemein­samen Konto je zur Hälfte beteiligt. Nach einer Trennung darf daher ein Ehepartner auch nur maximal die Hälfte des Konto­gut­habens abheben.

Weil sie Möbel und Elektrogeräte brauchte, um ihre Wohnung nach der Trennung von ihrem Mann einzu­richten, hob eine Frau zwei Tage nach der Trennung rund 3.800 Euro vom gemein­samen Konto in Polen ab - das gesamte Guthaben. Der Ehemann forderte daraufhin die Hälfte der Summe zurück.

Halbe-halbe beim Gemein­schafts­konto

Mit Recht, so das Hansea­tische Oberlan­des­ge­richt Bremen. Ehepartner seien an dem jewei­ligen Konto­stand eines Gemein­schafts­kontos und insbe­sondere am Konto­stand zum Zeitpunkt der Trennung zu gleichen Teilen beteiligt. Sei nichts anderes vereinbart worden, sei dieses Guthaben beim Scheitern der Ehe grundsätzlich zur Hälfte zu teilen.

Hebe ein Ehepartner nach der endgültigen Trennung mehr als die Hälfte vom gemein­samen Konto ab, habe der andere einen Anspruch auf einen Ausgleich. Ein solcher Anspruch bestehe nur dann nicht, wenn die Abhebung Zwecken diene, mit dem der andere Partner mutmaßlich einver­standen wäre, zum Beispiel für den Unterhalt der Restfa­milie. Wer das Geld abgehoben habe, müsse dies aber nachweisen.

Die trennungs­be­dingten Anschaf­fungen dienten aller­dings nicht solchen Zwecken, entschieden die Richter. Demzu­folge müsse die Frau die Hälfte des abgeho­benen Konto­gut­habens zurückzahlen (AZ: 4 UF 181/13).

Themen
Ehe Familie Geld Scheidung Trennung

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