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Rechts­be­ratung

Drei Situationen, in denen Sie immer einen Anwalt hinzuziehen sollten

Gute Rechtsberatung macht oft den entscheidenden Unterschied. © Quelle: StudioGrandOuest/fotolia.com

Gute Rechts­be­ratung kann in wichtigen Momenten entscheidend sein. Anwälte kennen die Tücken des Rechts­systems, die für Laien oft schwer zu erkennen sind. Rechts­beistand ist nicht erst nützlich, wenn bereits Probleme vorhanden sind. Es geht vor allem darum, nicht erst in juristische Stolper­fallen zu tappen. Wer in den passenden Momenten eine Rechts­an­wältin oder einen Rechts­anwalt hinzuzieht, kann sich eine Menge Geld, Zeit und Ärger ersparen. Lesen Sie hier über drei Situationen, in denen Sie niemals auf einen Anwalt verzichten sollten.

1. Anwalt & Immobi­li­enkauf: Verträge stecken voller Fallen

Für viele Menschen gehört der Kauf einer Immobilie zu den größten und wichtigsten Investi­tionen, die sie in ihrem Leben tätigen. Schließlich geht es dabei meist um hohe Kaufsummen und lange Kredit­lauf­zeiten. Eine vorherige anwaltliche Prüfung ist daher dringend ratsam, denn Immobi­li­en­kauf­verträge stecken oft voller Stolper­fallen, die nach geschlossenem Vertrag jede Menge Ärger und Kosten verursachen können.

Zum Beispiel die Regelung der Gewähr­leis­tungs­rechte des Käufers. Eigenbe­darfs­kün­digung? Wie sind die Möglich­keiten zur Mietan­passung gestaltet? So stellen Käufer sicher, dass eine Immobilie auch wirklich ihren gedachten Zweck erfüllt. Ein Anwalt stellt sicher, dass ein Angebot für Sie das richtige ist. 

2. Abfindung nach Kündigung: Oft ist mehr drin, als Sie denken

Auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält: Nach einer Kündigung gibt es in Deutschland keinen gesetz­lichen Anspruch auf Abfindung. Der Grund für die meisten Abfindungen nach einem Jobausstieg liegt also nicht in einem tatsäch­lichen Rechts­an­spruch. Die meisten Abfindungen haben praktische Gründe: Bei vielen Kündigungs­schutz­klagen haben beide Seiten kein wirkliches Interesse daran, das Arbeits­ver­hältnis fortzu­setzen. Schließlich ist es für Chef und Mitarbeiter nicht einfach, zum Tagesge­schäft überzugehen, wenn sie vorher vor Gericht gestritten haben.

Wenn ein Arbeit­nehmer gekündigt wird, muss er seinen Chef nicht um eine Entschä­digung bitten, sondern kann die Kündigung vor Gericht anfechten. Mehr als 30 Prozent aller gekündigten Arbeit­nehmer gehen nach Angaben des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) so gegen Ihre Entlassung vor.

Oft enden diese Gerichts­ver­fahren mit einem Vergleich: Statt zeit- und kosten­in­tensiv zu klären, ob die Kündigung rechtens war, zahlt der Arbeitgeber eine Abfindung und der Arbeit­nehmer akzeptiert seine Entlassung. Diese Lösung ist häufig für beide Seiten besser als ein langes Verfahren mit ungewissem Ausgang. Wer als Arbeit­nehmer eine Abfindung erwirken möchte, sollte daher von einem

Anwalt genau prüfen lassen, wie sich die Kündigung anfechten lässt. Kompetenter Rechts­beistand schreckt die Gegenseite ab – und erhöht so die Wahrschein­lichkeit, dass eine Abfindung gezahlt wird, um weiteren Ärger zu vermeiden.

3. Verkehrs­unfall – der Anwalt verhindert, dass Sie zweimal zum Opfer werden

Gleich­gültig, ob man Verursacher oder Opfer eines Autounfalls geworden ist – das Hinzuziehen eines Anwalts lohnt sich in beiden Fällen. Denn nach einem Unfall können Rechtslaien eine Menge Fehler begehen, die sie später teuer zu stehen kommen können. Eine anwaltliche Fachkraft kann Einsicht in die Akte nehmen, mit geschultem Blick Verfah­rens­fehler aufdecken und die Kommuni­kation mit den Behörden übernehmen. Bei Vergehen im Straßen­verkehr steht und fällt vieles mit der Korrektheit der einzelnen Verfahren – wer kein Experte ist, kann schnell in Stolper­fallen tappen. Dann müssen Unfall­teil­nehmer unter Umständen ein höheres Bußgeld zahlen, mehr Haftung übernehmen, oder länger auf ihre Fahrer­laubnis verzichten.

Wer schuld an einem Unfall hat und einen Verlust des Führer­scheins befürchtet, kann mittels kompetenter Rechts­be­ratung unter Umständen eine Einstellung des Verfahrens aufgrund formaler Fehler bewirken. Oder sich zumindest vor Eigenbe­lastung schützen, indem man die Kommuni­kation mit den zuständigen Behörden an den Anwalt übergibt.

Ist man Opfer eines Unfalls, lassen sich mithilfe eines Anwalts oft gegenüber der Versicherung des Unfall­ver­ur­sachers etliche Posten großzügiger durchsetzen. Was zum Beispiel bei einem Personen­schaden als Schmer­zensgeld angemessen ist, entscheidet sich im Einzelfall, es existieren keine gesetz­lichen Vorgaben. Die Seite der Versicherung versucht daher immer, Schäden so kosten­günstig wie möglich zu regulieren - und zahlt nur das, was sich nicht vermeiden lässt. Ohne Anwalt lässt sich also kaum ein angemessener Schadens­aus­gleich durchsetzen. Eine Rechts­an­wältin oder ein Rechts­anwalt kann auch einschätzen, ob die Weigerung der Versicherung, den Schaden wie gefordert auszugleichen, berechtigt ist oder nicht. Und ob eine Klage auf Schmer­zensgeld Aussicht auf Erfolg hat.

Die Bearbeitung dieser Verfahren können Unfallopfer auch mit Blick auf die Kosten entspannt an den Anwalt übergeben. Denn ist der Gegner alleiniger Verursacher des Unfalls, muss seine Haftpflicht­ver­si­cherung auch die Anwalts­kosten tragen.

Datum
Aktualisiert am
21.02.2017
Autor
psu
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Themen
Immobilie Kündigung Kündigungs­schutz Unfall Unfall­ver­si­cherung

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