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Ausbildungsförderung

Bafög: Studierende bekommen mehr Geld

Die Förderbeträge für Studierende steigen um 7 Prozent. © Quelle: Bader-Butowski/corbisimages.com

Gute Nachrichten für BAföG-Empfänger: Schüler und Studenten erhalten mehr Geld. Ab Herbst 2016 sind bis zu 735 Euro drin, auch die Elternfreibeträge werden angehoben. Wir bieten Ihnen eine Übersicht der wichtigsten Änderungen.

BAföG ist für viele Schüler, Auszubildende und Studenten ein Segen. Mit den monatlichen Zahlungen können die meisten zumindest einen Teil ihrer Kosten decken. Ab dem 1. August 2016 treten neue BAföG-Regelungen in Kraft. Nach denen bekommen nicht nur die BAföG-Berechtigten mehr Geld, es werden auch insgesamt mehr Schüler und Studenten BAföG bekommen.

Ausbildungsbeihilfen

finanzielle Unterstützungen zum Besuch von weiterführenden allgemeinbildenden Schulen, Hochschulen, Fachschulen u. a.Die A. werden in erster Linie aufgrund des Bundesausbildungsförderungsgesetzes gewährt. A. für die Berufsausbildung werden nach den §§ 59 ff. SGB III geleistet. Darüber hinaus sind A. für bestimmte Personenkreise u. a. im Rahmen der …

Neue Regeln gelten mit neuem Bewilligungszeitraum

Auch wenn die Änderungen im BAföG-Gesetz ab Anfang August gelten, werden sie erst zum jeweiligen Bewilligungszeitraum angewandt, also wenn ein neuer Antrag gestellt wird. Damit soll der Verwaltungsaufwand möglichst gering ausfallen. Denn die Änderungen sind nicht unerheblich: Die für die Bafög-Berechnung wichtigen Elternfreibeträge steigen um sieben Prozent. Der Mietzuschlag bei der Ausbildungsförderung wird von 224 Euro auf 250 Euro erhöht. Insgesamt steigt dadurch der monatliche Bafög-Höchstsatz künftig von 670 auf 735 Euro.

Mit den Verbesserungen wird nach den Worten von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) das Bafög „an die Lebens- und Ausbildungswirklichkeit derer angepasst, die auf die Leistungen angewiesen sind“. Durch die Anhebung der Einkommensfreibeträge würden künftig zusätzlich rund 110 000 junge Menschen Förderung bekommen können.

Die wichtigsten Änderungen beim Bafög in der Übersicht:

  • Die Förderbeträge für Studierende und Schüler steigen um 7 Prozent.
  • Die Elternfreibeträge zur Berechnung der Förderung werden ebenfalls um 7 Prozent angehoben. Dadurch können nach aktueller Lohnentwicklung zusätzlich etwa 110 000 junge Menschen Förderung erhalten.
  • Der Wohnzuschlag für nicht mehr im Elternhaus lebende Studierende steigt von 224 Euro auf 250 Euro.
  • Die maximale monatliche Förderung inklusiv Wohnzuschlag steigt von 670 auf 735 Euro (plus 9,7 Prozent).
  • Für jedes zu betreuende Kind gibt es einen Zuschlag von 130 Euro. Bisher waren es 113 Euro fürs erste Kind, 80 Euro für jedes weitere.
  • Die monatliche Zuverdienstgrenze für Bafög-Empfänger wird von 400 auf 450 Euro angehoben - wie zuvor schon bei den anderen Minijobs.
  • Für Bafög-Empfänger mit Sparbuch oder eigenem Vermögen steigt der Freibetrag von bisher 5200 Euro auf 7500 Euro.
  • Die Förderlücke zwischen Bachelor- und Masterstudium wird zum Teil geschlossen. Die Förderung nach dem Bachelorabschluss wird beim Übergang um maximal zwei Monate verlängert.
  • Studierende aus Nicht-EU-Ländern, die aus humanitären oder familiären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis haben oder geduldet werden, können künftig schon nach 15 Monaten Aufenthalt in Deutschland einen Bafög-Antrag stellen. Bisher galt eine Frist von vier Jahren.
  • Das Bafög-Antragsverfahren wird erleichtert, ein Internet-Antrag soll künftig möglich sein.
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