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Neue Regeln ab August

Anlage­be­ra­terung wird für Sparer trans­pa­renter

Bei schlechter Wertent­wicklung ihrer Anlagen fühlen sich Finanz­kunden im Nachhinein oft nicht in ihrem Interesse beraten. Bekräftigt wird der Ärger häufig dadurch, dass Honor­ba­rater von den Produk­tan­bietern Provi­sionen erhalten. Das soll sich nun ändern.

Ab dem 1. August gelten neue gesetzliche Regelungen zur Honorarberatung. Darauf macht die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) aufmerksam. Eine wichtige Anforderung: Der Honorar-Anlageberater darf sich ausschließlich vom Kunden bezahlen lassen. Derzeit dominiert in Deutschland die provisionsgestützte Finanzberatung. Dabei wird der Anlageberater von den Anbietern der Finanzprodukte vergütet. Dieser Zusammenhang ist Kunden aber nicht immer bewusst.

Die Angebot­spa­lette des Honor­ar­be­raters unter­liegt dabei beson­deren Anfor­de­rungen: „Er hat seine Empfeh­lungen auf einen hinrei­chenden Marktüberblick zu gründen, den er sich verschaffen muss“, heißt es im Bafin-Journal (Ausgabe Juli 2014). Auch bei den Anbietern muss er sich am Markt orien­tieren und darf nicht nur auf eigene Finan­z­in­stru­mente oder Produkte aus seinem Konzern oder ihm naheste­henden Anbietern zurückgreifen.

Außerdem ist die Bezeichnung Honorar-Anlage­be­ratung gesetzlich geschützt. Das soll es dem Kunden ermöglichen, darauf vertrauen zu können, dass die Beratung den beson­deren Pflichten genügt. Die Bafin führt ein Honorar-Anbie­ter­re­gister, in das sich Anbieter eintragen müssen. Anleger können das Register ab dem 1. August auf den Inter­netseiten der Bafin einsehen.

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