Anwältin/Anwalt finden!

Merkzettel

Es befinden sich noch keine Anwälte in Ihrer Merkliste.

Gehaltsbonus

Weihnachtsgeld: Steuern und Abzüge vermeidbar?

Steuern und andere Abzüge beim Weihnachts-Bonus können vermieden oder zumindest verringert werden. Quelle: DAV

Der November ist da und mit ihm im besten Fall das Weihnachtsgeld. Die Geschenkeliste ist lang, aber vom 13. Monatsgehalt nur noch knapp die Hälfte übrig: Steuern und andere Abzüge lassen den Bonus dahinschmelzen. Stichwort Progression. Wie die umgangen oder zumindest ausgebremst werden kann: Die Anwaltauskunft zeigt Wege auf.

Sonderzahlungen des Chefs unterliegen der Steuer und Sozialabgaben. Davor ist auch das Weihnachtsgeld nicht gefeit. Wird das Weihnachtsgeld mit dem Novembergehalt überwiesen, steigt die Steuer zudem nicht nur nicht proportional, sondern sogar sprunghaft.

Warum das so ist? Wer zum Beispiel jeden Monat 3000 Euro verdient und im November zusätzlich 3000 Euro Weihnachtsgeld erhält, zahlt in der Folge so viele Steuern wie der Kollege, der jeden Monat 6000 Euro Gehalt hat. Gut beraten ist deshalb, wer sein Weihnachtsgeld steuerlich günstig einsetzt und damit Abzüge vermeidet.

Option A: Das Weihnachtsgeld für die private Altersvorsorge nutzen

Üblicherweise werden Beiträge zur privaten Altersvorsorge jeden Monat mit dem Einkommen eingezahlt. Es gibt aber auch Policen, die eine einmalige Zahlung pro Jahr vorsehen. Die könnte vom Weihnachtsgeld bestritten werden.

Der Steuervorteil aus dieser Variante ergibt sich so: Private Vorsorge wird mit einem im Vergleich niedrigen Steuersatz von 20 Prozent besteuert. Wer das Weihnachtsgeld für die Prämie nutzt, wird zudem von den Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung befreit.

Option B: Per Lohnsteuerjahresausgleich zu viel gezahlte Steuer zurückholen

Ebenfalls denkbar wäre ein Lohnsteuerjahresausgleich. Wenn der Arbeitgeber das nicht ohnehin erledigt, können Arbeitnehmer den auch mit einer Einkommensteuererklärung selbst angehen.

Der Steuervorteil ergibt sich hier so: Die Einkommensteuer wird Arbeitnehmern anhand ihres monatlichen Verdiensts abgezogen. Beim Lohnsteuerjahresausgleich wird der Steuersatz hingegen am über das Jahr gerechneten, also durchschnittlichen Einkommen festgemacht. Liegt nun das Gehalt etwa im November wegen des Weihnachtsgeldes einmal über diesem Durchschnitt, können sich Arbeitnehmer die Steuerspitze zurückholen.

Option C: Mit dem Chef anstelle des Weihnachtsgeldes steuerfreie Extras vereinbaren

Alternativ und als dritte Variante ist auch denkbar, mit dem Chef anstelle des Weihnachtsgeldes über steuerfreie Extras als Gehaltsbonus zu sprechen. Derlei „Geschenke“ wie etwa der Zuschuss zum Kita-Beitrag oder ein Dienstwagen sind mitunter einkommensteuer- als auch sozialabgabefrei. Auch der Arbeitgeber profitiert: Auf Unternehmensseite können steuerfreie Extras gewinnmindernd von der Steuer abgesetzt werden.

Haben auch Sie ein Rechtsproblem? In unserer Anwaltssuche finden Sie eine spezialisierte Anwältin oder einen Anwalt in Ihrer Nähe.

Themen
Arbeit Arbeitnehmer Arbeitsplatz Steuern Weihnachten

Zurück

Anwältin/Anwalt finden!

Merkzettel

Es befinden sich noch keine Anwälte in Ihrer Merkliste.

Mobilität
Sturm und Starkregen: Ihre Rechte bei Zugausfall und Flugverspätung
Leben
Matratzenkauf im Internet: Gibt es ein Recht auf Rückgabe?
Beruf
Sabbatical: Antworten auf die wichtigsten Rechtsfragen
Mobilität
Unfall beim Abschleppen eines Autos: Wie weit geht die Darlegungslast?
Beruf
Mindestlohn: Was Arbeitnehmer und Arbeitgeber wissen müssen
zur
Startseite