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Daseinsvorsorge

Jedermann-Konto: Welche Vorgaben gelten beim Girokonto für alle?

Jedermann-Konto: Seit 2016 haben alle Menschen das Recht auf ein Bankkonto. © Quelle: Ingold/gettyimages.com

Banken dürfen seit 2016 niemanden mehr abweisen, der ein einfaches Girokonto bei ihnen eröffnen will. Dieses Jedermann-Konto ist aber überteuert, finden zumindest Verbrau­cherschützer. Sie haben im März drei Banken wegen hoher Gebühren für die Jedermann-Konten verklagt.

Seit dem Sommer 2016 hat jeder Bundesbürger das Recht auf ein Girokonto. Dabei ist das sogenannte Jedermann-Konto vor allem für finan­ziell schlechter gestellte Menschen gedacht. Dieses Basis­konto steht zum Beispiel Obdach­losen, Asylbe­werbern und Ausländern offen, die mit einer Duldung in Deutschland leben. Seinerzeit ging die Politik davon aus, dass rund eine Million Menschen von dem Jedermann-Konto profi­tieren würden. Aktuelle Zahlen über seine Nutzung gibt es nicht.

Nach Medien­be­richten hat die Verbrau­cher­zen­trale Bundes­verband drei Banken wegen zu hoher Gebühren für die Basis­konten verklagt. Betroffen sind die Deutsche Bank, die Postbank und die Sparkasse Holstein. Die Klagen wurden dem Bericht zufolge bei den Landge­richten in Köln, Frankfurt am Main und Lübeck einge­reicht. Nach Angaben der Verbrau­cher­zen­trale sind die Gebühren für Basis­konten unange­messen, Kunden müssten mehr zahlen als für vergleichbare Konten. Wann über die Klagen entschieden wird, ist offen.

Girokonto für alle: Wie funktio­niert das Jedermann-Konto?

Das Basis­konte kann man bei der Bank seiner Wahl eröffnen, voraus­ge­setzt man lebt legal in der EU. Kredit­in­stitute können die Eröffnung eines Bankkontos nur unter strengen Bedin­gungen ablehnen.

Bei dem Jedermann-Konto handelt es sich um ein einfaches Girokonto auf Gutha­ben­basis, das nicht überzogen werden kann. Über das Konto können Kunden alle grund­le­genden Zahlungs­dienste nutzen, es soll ihnen den Zugang zum bargeld­losen Zahlungs­verkehr eröffnen.

Seit 1995 gab es für die Einrichtung von Jedermann-Konten in Deutschland eine Selbst­ver­pflichtung der Banken. Die Bundes­re­gierung war mit der Umsetzung der freiwil­ligen Maßnahme aber nicht zufrieden und setzte 2016 mit dem Zahlungs­kon­ten­gesetz auch die Einführung des Basis­kontos für alle um und damit eine EU-Richt­linie.

Themen
Banken Bankkonto Geld

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