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Öffent­licher Dienst

Urteil: Frauen mit Brustim­plan­taten können Polizistin werden

Silikonimplantate sind kein pauschaler Ablehnungsgrund. © Quelle: abr68/fotolia.com

Frauen können laut einer vorläufigen Gerichts­ent­scheidung auch mit Brustim­plan­taten Polizis­tinnen werden. Die Implantate seien im Einzelfall kein Grund, einer Bewer­berin die Einstellung in den Polizei­dienst zu verweigern, entschied das Verwal­tungs­ge­richt München.

Mit dem Beschluss gab das Gericht dem Eilantrag einer Bewer­berin für den Polizei­voll­zugs­dienst statt und verpflichtete den Freistaat Bayern, die Frau vorläufig in den Vorbe­rei­tungs­dienst einzu­stellen. Aller­dings steht die Entscheidung in der Haupt­sache mit einer detail­lierten Prüfung der gesund­heit­lichen Fragen noch aus.

Polizeiarzt: Implantate könnten bei gefährlichen Einsätzen beschädigt werden

Die Perso­nal­stelle des Polizeipräsidiums München hatte die Bewer­berin abgelehnt, weil sie zwei - aus kosme­ti­schen Gründen einge­setzte - Brustim­plantate trägt. Nach Ansicht des Polizei­arztes ist damit die gesund­heit­liche Eignung für den Polizei­voll­zugs­dienst nicht mehr gegeben. Vor allem beim Selbst­ver­tei­di­gungs­training und bei gefährlichen Einsätzen könnten die Implantate beschädigt werden.

Das Gericht folgte in seiner Eilent­scheidung jedoch der fachärztlichen Stellung­nahme eines plasti­schen Chirurgen. Dieser befasste sich mit der konkreten Beschaf­fenheit der verwen­deten Implantate und deren Platzierung, nämlich unterhalb der Muskeln. Er kam zu dem Schluss, dass in diesem Fall kein erhöhtes Verlet­zungs­risiko im Polizei­dienst bestehe. Demgegenüber wertete das Gericht die Einschätzung des Polizei­arztes als zu pauschal.

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Polizei

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