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Wann Ihr Resturlaub verfällt

Wann Ihr Resturlaub verfällt, verrät Ihnen die Anwaltauskunft.de
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Das Bundes­ur­laubs­gesetz nimmt es mit der Erholung von Arbeit­nehmern sehr genau. Deshalb sollen sie ihren gesamten Urlaub im laufenden Kalen­derjahr nehmen. In Ausnahmen dürfen sie restliche Urlaubstage auf das folgende Jahr übertragen.

Ohne Fleiß kein Preis – aber Erholung muss auch sein. So sieht es das Bundesurlaubsgesetz und ist deshalb streng, wenn es um den Urlaub von Arbeitnehmern geht. Damit sie sich schonen und zu ihren wohlverdienten Pausen kommen, sollen sie dem Gesetz nach ihren Urlaub im laufenden Kalenderjahr bis zum 31. Dezember nehmen. „Wenn kein gesetzlicher oder tariflicher Übertragungsgrund vorliegt oder eine Übertragung individuell vereinbart wird, verfällt der Urlaub zum Jahresende“, sagt die Rechtsanwältin Dr. Nathalie Oberthür von der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV).  

Urlaub übertragen – wann möglich?

Der Gesetz­geber erlaubt, dass Arbeit­nehmer ihren Urlaub ins folgende Jahr verschieben. Diese sogenannte „Übertragung“ ist aber nur in Ausnahmefällen erlaubt. „Solche Ausnahmen liegen bei  persönlichen oder betrieb­lichen Gründen vor, die verhindern, dass ein Arbeit­nehmer seinen Urlaub im laufenden Kalen­derjahr nehmen kann“, erklärt Oberthür.

Persönliche Gründe können dann vorliegen, wenn ein Arbeit­nehmer krank wird und er seinen Urlaub im laufenden Kalen­derjahr daher nicht nehmen kann. Dann darf er seine freien Tage ins neue Jahr übertragen und sie bis zum 31. März nehmen. Ist der Arbeit­nehmer bis zu diesem Stichtag immer noch krank, würde sein Urlaub nach dem Bundes­ur­laubs­gesetz verfallen. Aller­dings hat der Europäische Gerichtshof 2009 diese Regelung mit einem sehr arbeit­neh­mer­freund­lichen Urteil ausge­hebelt. Denn die Richter entschieden, dass Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter auch dann ihre freien Tage nicht verlieren, wenn sie längere Zeit krank waren und sie bis zum Stichtag des folgenden Jahres nicht nehmen konnten. Der Urlaub verfällt dann erst zum 31. März des Folge­jahres (Az.: C 350/06 und C 520/06).

Nicht nur wegen Krankheit können Urlaubs­ansprüche auf das folgende Jahr verschoben werden, sondern zum Beispiel auch aus betrieb­lichen Gründen. Das ist etwa dann der Fall, wenn ein Arbeit­nehmer ein wichtiges Projekt zu einem festen Termin beenden muss. Dann darf oder muss sogar ein für das Projekt verant­wort­licher Arbeit­nehmer seinen Urlaub erst im folgenden Jahr nehmen.

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Arbeitnehmer Urlaub

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