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Arbeitnehmer

Mitar­beiter auf Weihnachts­feiern unfall­ver­si­chert

Arbeitnehmer sind auch auf dem Weg zur Weihnachtsfeier versichert - aber nicht immer. © Quelle: Pixelwolf2/ fotolia.com

Wenn Beschäftigte einen Unfall auf der Weihnachts­feier haben, zahlt die gesetz­liche Unfall­ver­si­cherung. Denn eine solche Verletzung gilt als Arbeits­unfall. Aller­dings ist der Schutz der Unfall­ver­si­cherung an Bedin­gungen geknüpft.

In Sachen Weihnachtsfeiern sollten Arbeitnehmer wissen: Rutschen sie zum Beispiel auf der Feier aus und verletzen sich, dann zahlt die gesetzliche Unfallversicherung. Denn es handelt sich dabei um einen Arbeitsunfall. Bei einem Arbeitsunfall zahlt die gesetzliche Unfallversicherung die Behandlung, manchmal auch Verletztengeld oder sogar Rente.

Dass die Unfallversicherung Arbeitnehmer bei einen Unfall auf der Weihnachtsfeier versichert, ist aber an Vorgaben gebunden: Bei der Feier muss es sich um eine „betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung“ handeln, wie das Sozialgericht Berlin am 16. Dezember 2010 entschieden hat (AZ: S 163 U 562/09). Zu solchen Gemeinschaftsveranstaltungen zählen auch Betriebsausflüge.

Arbeit­nehmer: Unfall­schutz auf Weihnachts­feier nur auf Gemein­schafts­ver­an­staltung

Die Kriterien, die eine Weihnachtsfeier zu einer „betrieblichen Gemeinschaftsveranstaltung“ machen, sind: Der Chef muss die Veranstaltung billigen und fördern und zum Beispiel selbst die Organisation übernehmen. Außerdem müssen der Chef oder sein Vertreter mitmachen oder, falls ihnen unerwartet etwas dazwischen kommt, es zumindest fest vorgehabt haben. Außerdem ist wichtig: Alle Betriebsangehörigen – bei großen Betrieben mindestens alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Abteilung – können an der Feier teilnehmen und nicht nur einige ausgewählte.

Zu den unfallversicherten Mitarbeitern zählen übrigens auch solche, die sich in Elternzeit befinden, aber dennoch an der Weihnachtsfeier teilnehmen.

Demgegenüber sind ehemalige Mitar­bei­tende nicht versi­chert, ebenso wenig wie Partne­rinnen oder Partner. Der Schutz über die Unfall­ver­si­cherung kann auch entfallen, wenn der Unfall auf der Weihnachts­feier alkohol­be­dingt war.

Versi­chert sind Arbeit­nehmer auch dann nicht, wenn sie nach dem offizi­ellen Ende der Weihnachts­feier noch beisammen sitzen und es dann zu einem Unfall kommt. Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter, die die Weihnachts­feier außerhalb der Arbeitszeit selbst organi­siert haben, sind ebenfalls nicht versi­chert.

Arbeit­nehmer: Auch auf dem Weg zur Weihnachts­feier versi­chert

Gut zu wissen: Auch den Weg zur Weihnachts­feier versi­chert die Unfall­ver­si­cherung - aber nicht in allen Fällen. Haben die Arbeit­neh­me­rinnen und Arbeit­nehmer etwa einen Umweg gemacht, kann der Schutz entfallen.

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Arbeitnehmer Arbeitsplatz Unfall Versicherung Winter

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